Coronavirus: 10 herausfordernde Aktivitäten für zuhause, die Spaß machen und dich aus deiner Komfortzone bringen

Diese Aktivitäten für zuhause machen Spaß und bringen dich aus deiner Komfortzone.

Das öffentliche Leben ist stillgelegt, Schulen und Kindergärten sind geschlossen, viele Menschen arbeiten im Home Office oder sind in Kurzarbeit. Eine schwierige Zeit voller Ungewissheit und Anspannung.

Was kannst du unternehmen, um dir nicht nur die Zeit zu vertreiben, sondern dir auch seelisch und körperlich etwas Gutes zu tun?

Ich habe zehn Aktivitäten für zuhause gesammelt, die Spaß machen und dich aus deiner Komfortzone bringen.

1. Mit dem Laufen anfangen

Öffentliche Einrichtungen, Sport- und Fitnessstudios sind geschlossen –
Was gibt es in der derzeit Besseres als Laufen?

  • Du bewegst dich an der frischen Luft.
  • Macht den Kopf frei, hilft bei kreisenden Gedanken.
  • Laufen ist gut für das Immunsystem.
  • Du kannst dich bei niemandem anstecken.
  • Du bist du nicht auf Öffnungszeiten und behördliche Regeln angewiesen (hoffentlich bleibt das so).

Wenn du nicht einfach um den Block laufen willst, fordere dich doch heraus, indem du ambitionierter trainierst, zum Beispiel für einen schnellen 10 km-Lauf oder einen Halbmarathon. Trainingspläne und viele nützliche Tipps rund ums Laufen findest Du auf dem bevegt-Blog und auf dem ausdauerblog.

2. Ashtanga Yoga

Ashtanga Yoga ist ein dynamischer, kraftvoller Yogastil, bei dem die Asanas (Körperhaltungen) in gleichbleibender Abfolge in einem Bewegungsfluss ausgeführt werden.

Durch die Einheit von korrekter Atmung, Körperhaltung und Blickrichtung richtet sich das Bewusstsein nach innen. Ashtanga Yoga wird deshalb auch Meditation in Bewegung genannt.

Das Video zeigt eine geführte Sequenz der ersten Serie mit Pattabhi Jois, der als Erster Ashtanga Yoga an westliche Schüler unterrichtete.

Was ist das Tolle an Yoga?

  • Du kannst es zuhause praktizieren
  • Du brauchst keine spezielle Ausrüstung, nur eine Yogamatte und ein Yogahandtuch, wenn du viel schwitzt. Ich habe mit Matte und Handtuch von Lotuscrafts sehr gute Erfahrungen gemacht, beide sind absolut rutschfest. Mit ein bisschen Glück bekommst du sie gebraucht zu einem günstigen Preis.
  • Idealer Ausgleich bei einem sitzenden Lebensstil.
  • Auch mit Baby und Kleinkind machbar: Kind schläft, du praktizierst.

Was macht Ashtanga Yoga so besonders?

  • Du kannst deine Aufmerksamkeit zu hundert Prozent nach innen richten.
  • Es ist meditativer, als wenn du Yoga mit einer App oder einem Youtube-Video machst (hier musst du hinsehen, hörst eine fremde Stimme, weißt nicht, was als Nächstes kommt und wie du die Übung ausführen sollst).
  • Ashtanga macht dich stark, beweglich und ausdauernd.

Falls du bisher nicht die Gelegenheit hattest, Ashtanga Yoga mit einem Lehrer zu lernen, empfehle ich dir das Buch The Practice Manual von David Swenson. Es hat eine praktische Ringbindung, sodass du es neben deine Yogamatte legen kannst. Alle Asanas sind ausführlich beschrieben und bebildert. Für jede Haltung gibt es zwei leichtere Varianten mit Fotos.

Eine weitere gute Quelle ist Ashtanga Yoga: Practice and Philosophy von Gregor Maehle. Das Buch ist auch als ebook erhältlich.

3. In der Küche kreativ sein

Wenn du wie ich dazu neigst, immer dieselben Standardgerichte zu kochen (welche Vorteile das hat, kannst du hier nachlesen), nutze die freie Zeit dazu, um etwas Neues auszuprobieren.

Hier ein paar Ideen für mehr Kreativität in der Küche:

a) Vegan kochen

Die vegane Küche bietet eine unglaubliche Vielfalt an Lebensmitteln und leckeren Gerichten.

Je nachdem, wie abenteuerlustig du bist, kannst du jeden Tag ein veganes Rezept ausprobieren oder dich eine Woche lang ausschließlich pflanzlich ernähren.

Auf der Seite der vegan taste week der Albert Schweitzer Stiftung findest du Wochenpläne für jeden Bedarf.

b) Gemüse der Saison ausprobieren

Im März werden in Deutschland Rosenkohl, Lauch, Pastinaken und Spinat geerntet. Auf Wiesen und am Wegesrand wachsen Wildkräuter wie Brennnessel und Bärlauch.

Versuche doch einmal, ausschließlich mit saisonalen und regionalen Gemüsesorten zu kochen. Du wirst erstaunt sein, welche köstlichen und abwechslungsreichen Gerichte dabei entstehen.

c) Reste aufbrauchen

In unserem Haushalt tauchen immer wieder seltsame Zutaten auf. Wenn ich nach einer gewissen Zeit feststelle, dass sie niemand benutzt, kreiere ich aus den Seltsamkeiten neue Gerichte.

Ein paar Beispiele:

  • Eine bulgarische Gewürzmischung verwandelte sich mit Fenchel, Belugalinsen und Tahini in eine wärmende Suppe.
  • Eine angebrochene Packung Bulgur mit gerösteten Nudeln wurde mit Sojamilch, Datteln und Äpfeln zu einem köstlichen Dessert
  • Kokosmehl und Buchweizenflocken fanden Platz in diesem saftigen Kurkuma-Brot mit Äpfeln.
  • Eine schon schlaffe Stange Lauch und zwei Kilogramm Möhren wurden mit etwas Salz, Brühe und Rapsöl zu einem leckeren Karottenpürree, das auch meiner kleinen Tochter schmeckte.

Vielleicht hast du ja auch Lust, deine Küchenregale nach angebrochenen und in Vergessenheit geratenen Verpackungen zu durchforsten und neue Gerichte zu kreieren.

Zu dieser Idee inspiriert hat mich Katrins und Daniels Resteverwertungs-Challenge.

4. Frühjahrsputz

Der Beginn des Frühlings ist die ideale Zeit, um Ballast loszuwerden und Raum für Neues zu schaffen.

Wenn du Lust hast, auszusortieren, gehe am besten thematisch vor.

Ein paar Beispiele:

  • Kleidung
  • Küchenutensilien
  • Pflegeprodukte (Shampoo, Make Up, Cremes, Nagellack…)
  • Dekorationsgegenstände
  • Tonträger und DVDs
  • Bücher

Starte mit einem Bereich.
Hole alles aus den Schränken und teile es in drei Kategorien ein:

  • Behalten
  • Weggeben
  • Transfer

Überkommt dich bei einem Gegenstand (oder einer ganzen Gruppe von Gegenständen) ein Widerwille, ist das ein eindeutiges Zeichen, dass es sich um die Kategorie Weggeben handelt.

In den Transfer gehört alles, was du nicht benutzt, das keinen Zweck erfüllt, von dem du dich aber auch (noch) nicht trennen möchtest.
Lege alle Gegenstände dieser Kategorie in einen Karton, beschrifte ihn mit dem aktuellen Datum und stelle ihn in den Keller oder auf den Dachboden. Nach ein paar Monaten schaust du dir den Inhalt der Kiste erneut an und entscheidest, was du endgültig weggibst.

Informiere dich auf Seiten wie Kleiderkreisel, mamikreisel, ebayKleinanzeigen und booklooker über die Preise, die ähnliche Gegenstände erzielen. Entscheide dann, ob sich ein Verkauf lohnt oder du die Dinge lieber spendest.

Fotografiere alles, das du online verkaufen möchtest und erstelle Anzeigen auf den jeweiligen Plattformen.
Mit ansprechenden Fotos und guten Preisen kann man auf diese Weise mehrere hundert Euro im Monat verdienen.

5. Beschäftige dich mit einem neuen Thema

Wolltest du schon immer Koreanisch lernen oder deinen Stoffwechsel mithilfe ayurvedischer Prinzipien optimieren?

Lernen ist eine der Top-Aktivitäten für zuhause.

Jetzt ist die ideale Zeit, um Bücher zu lesen, Podcasts zu hören und dir neues Wissen anzueignen.

6. Langweilen

Wann hast du dich das letzte Mal so richtig gelangweilt?
Löcher in die Decke gestarrt und darauf gewartet, dass…
Ja, worauf eigentlich?

Wenn ich an Langeweile denke, fällt mir als erstes der Physikunterricht in der Schule ein. Die Decke im Physikraum war mit Gipslatten ausgekleidet, die tatsächlich Löcher enthielten. Ich versuchte, die Löcher zu zählen und die Zeit wollte und wollte nicht vergehen….

In der heutigen Zeit, in der es uns schwerfällt, ohne Handy zu essen und mit unseren Kindern zu spielen, ist es beinahe eine Tugend, sich zu auch mal zu langweilen.

Darum: Leg dich doch einfach mal aufs Sofa und mach nichts.
Gar nichts.

Schalte dein Smartphone in den Flugmodus und langweile dich nach Strich und Faden.

7. To Do-Liste

Nach der Langeweile kommt die To Do-Liste! 😉

Dieser Tipp ist für Menschen, die gerne aufräumen, strukturieren und Ordnung schaffen.

Schreibe eine To Do-Liste mit allem, was du immer mal machen wolltest, wozu du aber nie Zeit oder Lust hattest.

Zum Beispiel:

  • Fahrrad putzen
  • Keller aufräumen
  • Kleidungsstücke verkaufen
  • Rechnungen ordnen und abheften
  • Fotos digitalisieren
  • Kabel sortieren
  • Bedienungsanleitungen online suchen und analoge Version entsorgen

Unterteile die To Do-Liste in thematische Bereiche.
Arbeite die Bereiche Schritt für Schritt ab.

8. Kreativ sein

Auch wenn es abgedroschen klingt:
Jeder hat eine kreative Seite!
Und: Kreativ sein macht glücklich!

Ein paar Ideen:

  • Hast du gelernt, ein Instrument zu spielen? Warum fängst du nicht wieder damit an?
  • Singst du gern? Im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen für klassischen und Jazz-Gesang. Das Tolle am Singen: Minimalistischer geht’s nicht! Und du hast dein Musikinstrument immer dabei.
  • Mit Kindern gemeinsam zu malen ist wunderbar. Meine Zeichnen-Skills sind allerdings schlechter sind als zu Grundschulzeiten. Warum nicht mithilfe von Online-Anleitungen zeichnen lernen, um wenigstens als solche erkennbare Kaninchen, Enten und Müllwagen aufs Papier bringen zu können?
  • Oder vielleicht ist Schreiben dein Ding? Wolltest du schon immer mal einen Roman schreiben? Hast du ein Spezialgebiet, auf dem du dich super auskennst? Vielleicht ist ein Blog für dich das Richtige?

9. Digitaler Nomade werden

Ortsunabhängig arbeiten und dabei die Welt bereisen?
Warum eigentlich nicht?

Einen guten Überblick über die Möglichkeiten, mit einem Onlinejob dein Geld zu verdienen, findest du auf dem Blog unaufschiebbar.

Texten, Übersetzen, Ghostwriting, Programmieren, Designen, Marketing – es gibt zahlreiche Tätigkeitsfelder für digitale Nomaden.

Wenn du weißt, in welchem Bereich du arbeiten möchtest, versuche, erste Aufträge zu bekommen.

Relativ einfach geht das als Texter über die Plattform content.de.
Wenn du eine wissenschaftliche Textprobe vorweisen kannst, bekommst du auch als Ghostwriter bei diversen Agenturen schnell Aufträge in deinem Fachgebiet.

10. Digitaler Detox

Nutze den neuen Freiraum für einen digitalen Detox, anstatt noch mehr Zeit auf Facebook, Instagram und Co zu verbringen.

Hier ein paar Anregungen mit Beispielen:

  • Freunde auf Facebook deabonnieren
    • Ich habe fast alle meine Freunde deabonniert, weil ich FB kaum privat nutze.
  • Aus Gruppen austreten, die dich nicht mehr interessieren
    • Ich habe drei Gruppen für gebrauchte Kinderkleidung verlassen.
  • Ungenutzte Apps von deinem Handy löschen
    • Die App Too good to go musste gehen, da ich sie nicht nutze.
  • Vor dem Schlafengehen das Smartphone weglegen
    • Ich habe mir angewöhnt, mein Handy ab 20.00 Uhr nicht mehr zu gebrauchen. Ich schließe es an das Ladekabel an, stelle den Wecker, aktiviere den Flugmodus und benutze es erst wieder am nächsten Morgen. Seitdem schlafe ich schneller ein und stehe morgens sofort auf (schon allein, um den Wecker auszustellen).
  • Nutzungsdauer von sozialen Medien beschränken:
    • Apps wie Offtime und Stay on Task helfen dir, die Zeit, die du in sozialen Netzwerken verbringst, zu begrenzen.
    • Du kannst dir auch einen Wecker stellen, um dich daran zu erinnern, dass du nur eine halbe Stunde durch deinen Newsfeed scrollen wolltest.

Bildquellen: © Unsplash.com: Mitchell Gaiser (Beitragsbild)

Was machst du mit deiner freien Zeit? Womit beschäftigst du dich in Zeiten von Corona? Ich bin gespannt auf deine Ideen!

2 Kommentare

  1. Stephanie says:

    Hallo,ich habe mir auch Arbeit gesucht,der Garten war fällig….bin jetzt zwar total geschafft,aber trotzdem ist es ein tolles Gefühl.

    Antworten
  2. Marion says:

    Hallo Stephanie,
    du hast Glück, dass du einen Garten hast!
    Da gibt es ja besonders im Frühling viel zu tun.
    Danke für den Tipp!
    Herzliche Grüße
    Marion

    Antworten

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