Katzen und Zero Waste

Katzen und Nachhaltigkeit

Bei Obst in Plastikschachteln, vorgeschnittenen Salaten, abgepacktem Fleisch und großzügigem Gebrauch von Waschmitteln fällt eine ganze Menge Müll an.
Aber rate mal, wer bei uns den Löwenanteil Restabfall produziert?
Richtig, wie das Titelbild verrät, es sind unsere Katzen.

Bevor ich zu meinem Freund gezogen bin, hatte ich kaum Erfahrungen mit Katzen. Als Kinder hatten wir Kaninchen und Meerschweinchen, später einen Hund. Katzen – Fehlanzeige.

Anders als Hunde erledigen Hauskatzen ihr Geschäft nicht auf der Straße, sondern auf einer mit Katzenstreu ausgelegten Katzentoilette.

Die Katzenstreu besteht in der Regel aus quellfähigem Ton, der sich mit Flüssigkeit vollsaugt und (angeblich) Gerüche neutralisiert.

Seitdem das Kind da ist, ist die Schwiegermutter wieder für die Katzen zuständig. Obwohl sie Marken-Katzenstreu kauft, muss diese alle zwei Tage komplett gewechselt werden. Zwei große Katzen trinken eben ganz schön viel.

Allein durch die Reinigung der Katzentoilette fällt in der Woche ein großer Sack mit Restmüll an. Dieser Abfall kann nicht recycelt oder abgebaut werden, es ist wertloser Müll.

Produziert, transportiert, gekauft, geschleppt, reingemacht, weggeworfen.

Wenn es ein Haustier gibt, das die Absurdität unserer Wegwerfgesellschaft widerspiegelt, dann ist es die Katze.

Hinzu kommt, dass Katzen anders als Hunde Fleischfresser sind. Man kommt in der Regel nicht darum herum, Fleisch (oder Fisch) enthaltendes Katzenfutter zu kaufen. Die Umweltbilanz von Katzenfutter ist alles andere als großartig, von der Plastikverpackung mal ganz abgesehen.

Ja, es gibt nachhaltig produzierte Katzenstreu und Bio-Futter mit einer besseren Ökobilanz. Diese Produkte sind doppelt so teuer und – im Fall der Katzenstreu – von einer fraglichen Effektivität.

Sollte man deshalb auf Katzen als Haustiere verzichten? Ich würde es tun.

Vielleicht sind Katzen (ebenso wie Hunde) eher etwas für Menschen, die am Stadtrand oder auf dem Land wohnen, wo die Katzen draußen herumstromern und ihr Geschäft im Busch erledigen können.

Unsere Katzen sind nämlich nicht nur erstklassige Müllproduzenten, sondern auch echte Garfields: Sie liegen den ganzen Tag nur herum. Bewegung wird überschätzt und beschränkt sich auf den Gang zur Toilette und die Flucht vor dem Staubsauger.

Hast du Katzen? Welche Streu verwendest du für die Katzentoilette? Welches Futter gibst du ihnen? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar!

7 Kommentare

  1. Franziska says:

    In der Tat ist das ein großes Problem mit der Umweltbilanz der Katzen.
    Ich habe vor ca. 12 Jahren zwei Katzen aus dem Tierheim adoptiert, damals habe ich mir darüber noch nicht so viele Gedanken gemacht. Bis vor kurzem habe ich auch dieses feine klumpende Tonstreu verwendet, bin aber jetzt auf natürliches Streu aus Weizen bzw. Mais umgestiegen. Das ist viel leichter und besteht zu 100 % aus Pflanzen, somit ist es jetzt vielleicht nicht mehr ganz so umweltschädlich. Und es funktioniert genau so gut, habe sogar das Gefühl, dass es den Uringeruch besser aufnimmt.
    Komplett wechseln muss ich das Streu nicht so oft, das reicht eigentlich alle 4 bis 6 Wochen, dennoch ist es jeden 2. Tag ein kleiner Müllsack voll.

    Beim Futter habe ich immer nur auf die Gesundheit der Katzen geachtet, ich nehme kein billiges Supermarktfutter, sondern eines mit hohem Fleischanteil ohne Zusätze. Aber natürlich besteht das auch aus totem Tier. Und das ist für mich eigentlich ein Dilemma, weil ich mich selbst seit über 6 Jahren vegan ernähre. Deshalb würde ich mich heute wohl nicht mehr für Katzen als Haustiere entscheiden. Aber da ich nun die Verantwortung für diese beiden wundervollen Wesen habe, werde ich sie auch weiter artgerecht ernähren, da sie nun mal reine Fleischfresser sind.
    Da eine meiner Katzen eine Futtermittelallergie hat, habe nicht so viele Möglichkeiten mit dem Futterhersteller zu experimentieren. Da bin ich froh, dass ich ein paar Sorten gefunden habe, die sie verträgt, aber ich halte immer Ausschau ob ich vielleicht doch mal was zumindest in Bioqualität finde, was sie essen kann.

    Viele Grüße,
    Franziska

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    1. Marion says:

      Hallo Franziska,

      vielen Dank für deinen interessanten Kommentar!

      Das mit der natürlichen Streu klingt interessant, welche Marke verwendest du?

      Mir würde es genauso gehen wie dir, als Veganerin Fleischfutter zu kaufen macht keinen Spaß. Aber artgerechte Ernährung geht vor, das sehe ich auch so.

      Herzliche Grüße
      Marion

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      1. Franziska says:

        Hallo Marion,

        das Streu, dass ich verwende heisst BIO Plan Ökokatzenstreu. Das gibt es z.B. bei fressnapf in 20 Liter Säcken. Den Katzen gefällt es 😉

        Liebe Grüße,
        Franziska

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  2. Constanze says:

    Hallo zusammen,
    bei mir leben zwei Norwegerkater und ich bin echt überrascht vom Eurem Verbrauch an Katzenstreu. Ich verwende ökolokisches Klumpstreu und entsorge ca. eine kleine Mülltüte pro Woche. Wir haben zwei Katzenklos und diese werden ein- bis zweimal täglich gereinigt und alle paar Wochen komplett neu befällt. Da riecht auch nichts, da durch das Klumpen der Urin gebunden wird und man die Klumpen sauber rausfiltern kann. Wer einen Komposter hat, kann das Streu auch dort abladen.
    Meine Kater werden vegan ernährt. Ich hatte zunächst auch Bedenken ob das gut für sie ist, aber es gibt Studien und unzählige Erfahrungsberichte, die dies bestätigen und mich letztendlich überzeugt haben. Was bei veganem Katzenfutter unbedingt beachtet werden muss:
    1. es muss alle notwendigen Nährstoffe beinhalten.
    2. es muss für den Stoffwechsel der Katze geeignet sein.
    3. die Katze muss es annehmen.

    Ich hatte echt Glück: Meine Zwei lieben ihr veganes Futter. Als ich begann umzustellen, haben sie mir das nicht-vegane Futter sogar stehe lassen.
    Der Nachteil: die wenigen geeigneten Futtersorten sind preislich eher im oberen Segment anzufinden.

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    1. Marion says:

      Hallo Constanze,

      vielen Dank für deinen interessanten Kommentar.
      Großartig, dass du deine Katzen vegan ernährst und sie so wenig Müll produzieren! 🙂
      Vielleicht liegt die größere Ergiebigkeit daran, dass es ökologische Streu ist?

      Die Katzen, mit denen ich zusammenlebe, gehören nicht mir, sondern meinem Freund und meiner Schwiergermutter. Die beiden sorgen auch für die Streu und das Futter. Wenn ich die Verantwortung hätte, würde ich sicher andere Streu ausprobieren und auch mit dem Futter experimentieren.
      Danke für die tollen Tipps!

      Herzliche Grüße
      Marion

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  3. Ulli says:

    Niemals möchte ich ohne meine beiden Katzen leben.
    Das wäre fürchtbar traurig. Ich habe sie aus dem Tierheim geholt. Sie wurden neben ihrer verhungerten toten Mutter gefunden. Ich gebe ih an alles an Liebe und Geborgenheit was gebt. Tiere geben einem soviel! Und sie bekommen alles was sie brauchen und tiergerecht ist. Sehe überhaupt nicht ein dass sie eine Belastung der Umwelt sind.
    Autos richten viel mehr Schaden für uns Menschen an und werden dafür nie kritisiert. Nur auf Katzen haut man hin.

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    1. Marion says:

      Hallo Ulli,

      ich möchte nicht auf Katzen einschlagen, es tut mir leid, wenn der Beitrag missverständlich war.
      Mein Ziel war lediglich, darauf aufmerksam zu machen, dass Katzen als Haustiere viel Müll produzieren, besonders, wenn keine biologisch abbaubare Katzenstreu verwendet wird.
      Das ist natürlich kein Grund, sich von liebgewonnenen felligen Mitbewohnern zu trennen.
      Dann im Zweifel lieber erst das Auto durch ein schnittiges Rennrad ersetzen. 😉

      Herzliche Grüße
      Marion

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