In letzter Zeit ist mir ist aufgefallen, dass Menschen von Minimalismus ziemlich viel erwarten:
Mein Leben wird leerer, mein Leben wird besser!
Ich entferne alles Überflüssige, ich werde glücklich!
Das dachte ich auch lange.
Allerdings gibt es an der Sache einen Haken:
Aus Leere wird keine Fülle.
Subtraktion ist nicht automatisch Addition.
In dieser Folge erfährst du, warum Minimalismus dich nicht retten wird – und was stattdessen rettet.
Ich bin Christin geworden und habe im Dezember 2024 einen neuen Podcast gestartet, in dem es darum geht, den christlichen Glauben in seiner Radikalität und Schönheit zu verstehen (für mich und für andere, meiner Meinung nach gibt es wenige normale, moderne gläubige Stimmen im deutschsprachigen Raum): Mehr Himmel – Mach mich ganz.
Am Anfang konnte ich mir nicht vorstellen, dass und wie sich mein Glaube auf meine anderen beiden Podcasts, Frugales Glück und Schlanke Gedanken, auswirken würde
Dann habe seit Anfang Dezember gehadert, wie soll es weitergehen mit all meinen Podcasts?
Soll ich drei parallel machen?
Obwohl ich für den neuen am meisten brenne?
Aber Gott wollte nicht, dass ich Frugales Glück und Schlanke Gedanken einfach sein lasse – auch wenn es aus meiner Sicht das minimalistischste gewesen wäre. 🕳️
Und Er gab mir die Einsicht, wie sehr beide Themen – Minimalismus und Überessen – mit dem Glauben verbunden sind.
Ja, und da sind wir – um dieses Thema geht es in dieser Folge.
Daher an dieser Stelle ein kleiner Disclaimer: Ich muss erst einen christlichen Turn im Frugales-Glück-Podcast machen und diesen auch deutlich kommunizieren.
Danach gibt es auch wieder lebensweltlichere, „normale“ Themen. 😉
1. Mehr Minimalismus, mehr Glück?
Ich habe immer an diese Gleichung geglaubt:
Minimalisieren, ausmisten, loswerden, loslassen = ich (und alle) sind automatisch glücklicher und zufriedener
Warum?
Weil wir irgendwie herausfinden, wer wir sind und was gut für uns ist und was wir tun sollen in dieser Welt.
Anders gesagt: Die Wahrheit liegt in uns, sie ist nur durch Krempel verschüttet.
Minimalismus war für mich Zweck, nicht Mittel.
Was ist die „Wahrheit“, die der Minimalismus zum Vorschein bringt?
Was meine ich mit „die Wahrheit liegt in uns“?
In der Folge Macht Minimalismus glücklich? hatte ich kurz die Minimalismus-Definition von Joshua Becker angesprochen:
„[Minimalismus ist] [d]ie bewusste Entscheidung, nur die Dinge zu behalten, die wir am meisten schätzen, und alles zu entfernen, was uns von unseren Werten abhält.“
Quelle
Wenn ich heute mein Manifest des Minimalismus lese, scheint mir, dass ich mit Wahrheit dasselbe meine wie Becker mit Werten.
Die Werte zielen letzten Endes auf die Fragen Wer bin ich?, Was ist gut für mich und Was soll ich tun in dieser Welt? – wir haben es mit den ewigen Fragen der Philosophie zu tun! 🤗
Gemeinsam mit Nicole habe ich den Leseplan Weniger ist mehr: Von weniger Zeug hin zu mehr Freude von Joshua Becker in der Bibel-App gelesen.
Becker gibt dort Antworten auf die Frage, welche Werte ein minimalistisches Leben zum Vorschein bringt. Und diese Antworten möchte ich in dieser Folge mal auseinandernehmen, um dir zu zeigen, was passiert, wenn man Minimalismus nicht in einen christlichen Rahmen einbettet und zum Zweck (vs. Mittel) verabsolutiert.
Überraschend und schade nur, dass das ausgerechnet an den Ausführungen eines ehemaligen Pastors deutlich wird.
Aber gut. 🫠
2. Welche Werte bringt Minimalismus laut Joshua Becker zum Vorschein?
Werte, die Joshua Becker im Leseplan „Weniger ist mehr: Von weniger Zeug hin zu mehr Freude“ vorschlägt:
„Es geht um den neu geschaffenen Freiraum, der uns neue Möglichkeiten eröffnet. Es ist die echte Freude am Loslassen, weil so Hürden in unserem Leben aus dem Weg geräumt werden, damit wir so, wie Gott es sich wünscht, leben können. Es ist nicht der Minimalismus an sich, an dem ich so interessiert bin. Vielmehr interessiert es mich, Menschen zu helfen, die Flut an Dingen, die sie haben, soweit zu reduzieren, dass sie in die Lage versetzt werden, ihr Leben so zu führen, wie es sein sollte.“
Quelle
Zentral: wie Gott es wünscht; nicht: wie ich es wünsche
-> Das kommt aber im weiteren Verlauf (13 Tage immerhin) nicht mehr vor.
Tag 2:
„sich dessen zu entledigen, was nicht nötig ist, damit sie die Ziele für ihr Leben besser verfolgen können“
„Im Gegensatz dazu verändert es unser Herz, wenn wir unser Hab und Gut reduzieren.“ – Hierauf geht er nicht weiter ein. (Quelle)
Tag 3:
„Inwieweit halten dich deine Sachen davon ab, dein Leben in vollen Zügen zu genießen?“
(Quelle)
Tag 5:
„Definiere das Leben, das du führen willst, so klar und deutlich, wie du kannst, und dann praktiziere deinen Minimalismus so, dass du an deinem Ziel ankommst.“
(Quelle)
Tag 6:
„Wie Minimalismus für dich aussehen wird, ist ganz individuell. Du wirst deinen eigenen Weg machen. Nur du kannst das auch und du wirst dein Ziel bald entdecken, wenn du dich erst einmal auf diese Reise begeben hast.“
= Selbstbestimmung steht im Zentrum, es gibt keinen Bezug auf Gottes Führung, Berufung oder Maßstab.
„Was sagt dir deine Freude über dich selbst?“
= Vision und Werte kommen aus dem Inneren, nicht aus Gottes Wort oder Gebet, sondern aus Selbstreflexion.
(Quelle)
Tag 7:
„Wenn du die Ziele für dein Leben klären willst, rate ich dir, dich selbst zu prüfen. Nimm ein Blatt Papier und schreibe die Antworten für folgende Fragen auf:
- Welche guten und schlechten Erfahrungen haben dein Leben geprägt?
- Was haben deine wichtigsten Errungenschaften gemeinsam?
- Für die Lösung welcher Probleme in der Welt interessierst du dich am meisten?
- Wenn Geld keine Rolle spielen würde, welchen Beruf würdest du am liebsten ausführen?
- Welchen Träumen für dein Leben hättest du entschlossener nachjagen sollen, um es jetzt nicht bereuen zu müssen?
- Was für ein Erbe willst du hinterlassen?
- Wen bewunderst du in deinem Leben am meisten? Welche Eigenschaften dieser Person speziell möchtest du nachahmen?“
(Quelle)
3. Das Problem mit dem Wohlfühl-Minimalismus
An Tag 1 sagt Becker: „Es ist die echte Freude am Loslassen, weil so Hürden in unserem Leben aus dem Weg geräumt werden, damit wir so, wie Gott es sich wünscht, leben können.“
Aber: Was bedeutet „Wie Gott es sich wünscht“? – Das wird nie konkretisiert.
Stattdessen wird Minimalismus für das eigene Wohlbefinden funktionalisiert.
Das „Leben, wie es sein sollte“ wird umgedeutet zu: „Wie ich es mir wünsche, träume, erhoffe, plane …“
Selbstgesteckte Ziele statt Berufung, Nachfolge und Heiligung
Im christlichen Glauben funktionieren Ziele nicht so, wie wir das in unserem modernen Denken gewohnt sind.
Hier eine Gegenüberstellung:
Säkulares Ziel:
- Ich setze mir ein Ziel.
- Ich bestimme den Weg.
- Erfolg ist messbar (Leistung).
- Ich frage: Was will ich vom Leben?
- Ich entscheide, was zählt.
Im christlichen Kontext spricht man eher von Berufung als von Zielen:
Christliche Berufung:
- Gott hat einen Plan mit mir.
- Ich höre, prüfe, folge. (Gehorsam)
- Frucht ist sichtbar. (Veränderung)
- Ich frage: Was will Gott durch mich tun?
- Gottes Wort zeigt, was zählt.
Das Problem (und der Grund für den Titel dieser Folge, Minimalismus wird dich nicht retten):
Minimalismus bringt nur Subtraktion, keine Addition.
4. Was bringt dir Minimalismus?
Ein einfacheres, minimalistisch(er)es Leben hat viele Vorzüge:
- mehr Zeit für dich, deine Beziehung, deine Kinder, für das was dir wichtig ist, Hobbys, Leben genießen etc.
- weniger putzen und aufräumen
- weniger Brei im Kopf
- weniger Ablenkung
- mehr Klarheit
- mehr Fokus
- bessere Prioritäten (was ist wirklich wichtig)
- weniger Konsum
- weniger Geld ausgeben
- dich freier machen von äußeren Zwängen (Arbeit, Konsum) und Vorgaben
Beckers Minimalismus-Definition zufolge haben wir hier bereits das Ziel erreicht, denn wir sind uns ja unserer Werte bewusst geworden, die vorher durch Krempel und Ablenkung verschüttet waren.
Ich glaube aber, dass Minimalismus nur Subtraktion bringt, keine Addition.
Minimalismus nimmt dir etwas weg – aber er gibt dir nichts zurück, außer dem, was du selbst füllst:
Dein eigener Wille. Deine eigenen Werte. Deine eigene Idee von Glück.
Das Problem:
Wenn du leer bist, bringt dir auch ein leerer Raum keine Fülle.
Wenn du nicht weißt, wofür du lebst, hilft es dir nicht, weniger Zeug zu haben.
Du kannst alles loslassen – und trotzdem leer bleiben.
Ich glaube, das ist der Grund, warum es einigen (mehr, als du denkst!) Menschen so schwer fällt, auszumisten. Sie fürchten sich vor der Leere.
Sie halten sich fest an der scheinbaren Fülle im Außen.
5. Was bringt dir Minimalismus nicht?
- Glück
- Ruhe (im Innen und im Außen)
- Frieden
Du wirst was los, mistest aus – aber womit füllst du die Leere?
Becker (und der säkulare Minimalismus) sagen: mit selbst gemachten Ideen, Zielen und Werten.
Aus christlicher Sicht darf man diese natürlich haben, aber man muss sie immer mit Gottes Willen abgleichen.
Ein dazu passende, ziemlich drastische Bibelstelle:
Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandert er dürre Orte und sucht Ruhe; und da er sie nicht findet, spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, von wo ich ausgegangen bin.
Lk 11,24-26 ELB
Und wenn er kommt, findet er es gekehrt und geschmückt.
Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit, böser als er selbst, und sie gehen hinein und wohnen dort; und das Ende jenes Menschen wird schlimmer als der Anfang.
Einen Vers vorher hatte Jesus gesagt:
Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.
Lk 11, 23
Was bedeutet das?
Zwischen Gott und Nicht-Gott gibt es keine Grauzone: Entweder, du bist für Gott oder du bist gegen ihn.
Das habe ich in meinem eigenen Leben gemerkt: Sobald ich mich nicht in Richtung Gott bewege, entferne ich mich von Ihm.
Auch wenn ich generell kein Freund von Schwarz-Weiß-Denken bin, hier ist es ausnahmsweise mal angebracht. 😉
Wenn du Leere nicht mit Gott füllst, wird sie durch etwas anderes, Schlechtes gefüllt.
Ausmisten allein reicht nicht, du bleibt anfällig – für alte Muster, neue Götzen, tiefere Verlorenheit.
Du kannst dein Leben ordnen, deine Wohnung entrümpeln, deine Zeit strukturieren – aber wenn nicht Jesus einzieht, kehrt das Chaos zurück, schlimmer als zuvor.
6. Minimalismus als Mittel, nicht als Zweck
Ich hatte vorhin die Unterschiede zwischen säkularen Zielen und christlicher Berufung erklärt.
Um das zu konkretisieren, schauen wir uns nochmal einige der „Ziele für dein Leben“ aus Tag 7 des Leseplans an, und formulieren sie so um, wie es aus christlicher Sicht richtig wäre:
- „Welche guten und schlechten Erfahrungen haben dein Leben geprägt?“
Wie hat Gott in deinem Leben gewirkt, deine Erfahrungen gebraucht, um dich zu formen und an die Stelle zu bringen, an der du jetzt bist? Wie hat er dich auf Seinen Händen getragen, obwohl du es gar nicht gemerkt hast? - „Für die Lösung welcher Probleme in der Welt interessierst du dich am meisten?“
Welche Nöte in dieser Welt berühren dein Herz?* Wie ruft Gott dich, ihnen zu begegnen? (Nicht nur Interesse, sondern Verantwortung vor Gott) - „Wenn Geld keine Rolle spielen würde, welchen Beruf würdest du am liebsten ausführen?“
Welcher Arbeit würdest du nachgehen, wenn du nur für Gott arbeiten wolltest – nicht für Sicherheit, Ansehen oder Erfolg? - „Welchen Träumen für dein Leben hättest du entschlossener nachjagen sollen, um es jetzt nicht bereuen zu müssen?“
Wofür hättest du mutiger leben sollen, um am Ende sagen zu können: Ich habe Gottes Ruf nicht vertan? (Lebensverantwortung statt Lebensträume) - „Was für ein Erbe willst du hinterlassen?“
Welche Samen in dieser Welt, in den Menschen um dich herum willst du gesät haben? Inwiefern willst du das Licht in der Welt sein / gewesen sein?
*Hierzu passt dieses Lied:
Ihr seid das Licht der Welt; eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen sein.
Mt 5,14-16 ELB
Man zündet auch nicht eine Lampe an und setzt sie unter den Scheffel, sondern auf das Lampengestell, und sie leuchtet allen, die im Hause sind.
So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.
Gott dienen statt Selbstverwirklichung
Im christlichen Glauben spielt der Aspekt des Dienens eine wichtige Rolle.
Relevant ist nicht, was ich will, was mich interessiert, was gut für mich ist, sondern die Frage wird anders gestellt:
Wie kann ich die Gaben, die Gott mir gegeben hat, so einsetzen, dass ich Ihm, dem Licht, diene?
Die Frage ist nicht:
„Was kann ich aus meinem Leben machen?“
Sondern:
„Was will Gott durch mich tun – für andere?“
Was ihr auch tut, arbeitet von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen, da ihr wisst, dass ihr vom Herrn als Vergeltung das Erbe empfangen werdet; ihr dient dem Herrn Christus.
Kol 3,23-24 ELB
Selbstgebaute Werte vs. gottgegebene Werte
Selbstgebaute Werte können fromm und gut aussehen, aber dich trotzdem von Gott wegführen.
Beispiel:
Ein Familienvater, der bisher Fokus auf Karriere in einem großen deutschen Unternehmen gelegt hat, überlegt sich, dass er mehr Zeit mit seiner Familie verbringen möchte, kündigt seinen Job und nimmt einen 30-Stunden-Job beim Supermarkt um die Ecke an.
Das kann gut sein.
Vermutlich würde ihm viele Menschen gratulieren und seinen Mut bewundern.
Was ist das Problem?
Das kann gut sein oder auch nicht.
Aber wenn der Mann nicht Gott befragt, ist seine Entscheidung willkürlich.
Vielleicht hätte Gott von ihm gewollt, dass….
1) … er im großen Unternehmen bleibt,
um dort als Licht zu wirken – durch Integrität, Demut, Gerechtigkeit in Führungsposition.
→ Weniger Zeit zu Hause, aber missionarische Präsenz im säkularen Raum.
2) … er sich selbstständig macht,
um seine Gabe als Handwerker, Musiker oder Coach in Freiheit einzusetzen –
nicht für mehr Freizeit, sondern um Menschen zu dienen und ihn zu verherrlichen.
3) … tausend andere mögliche Varianten.
Die Entscheidung wäre nicht falsch, weil sie unethisch ist, sondern weil sie nicht im Gespräch mit Gott entstanden ist.
Die Kombination Werte + Entscheidung ergeben erst dann etwas Gutes, wenn Gott gefragt wurde.
Sonst bleibt es menschlich gut gemeint , aber geistlich ungehorsam.
Wie in dieser Geschichte von König Saul:
Und er wartete sieben Tage bis zu der von Samuel bestimmten Zeit; aber Samuel kam nicht nach Gilgal. Und das Volk ⟨fing an⟩, von ihm auseinanderzulaufen.
1 Sam 13,8-14 ELB
Da sagte Saul: Bringt mir das Brandopfer und die Heilsopfer her! Und er opferte das Brandopfer.
Und es geschah, als er ⟨eben⟩ fertig war, das Brandopfer zu opfern, siehe, da kam Samuel. Und Saul ging hinaus, ihm entgegen, um ihm den Segensgruß zu entbieten.
Und Samuel sprach: Was hast du getan! Saul antwortete: Weil ich sah, dass das Volk von mir auseinanderlief, und du kamst nicht zur bestimmten Zeit, während die Philister sich ⟨schon⟩ bei Michmas versammelt hatten, da dachte ich: Jetzt werden die Philister zu mir nach Gilgal herabkommen, und ich habe das Angesicht des HERRN noch nicht gesucht. Da wagte ich es und opferte das Brandopfer.
Und Samuel sprach zu Saul: Du hast töricht gehandelt! Du hast das Gebot des HERRN, deines Gottes, nicht gehalten, das er dir geboten hat. Denn gerade jetzt hätte der HERR dein Königtum über Israel für immer bestätigt; nun aber wird dein Königtum nicht bestehen. Der HERR hat sich einen Mann gesucht nach seinem Herzen, und der HERR hat ihn zum Fürsten über sein Volk bestellt; denn du hast nicht gehalten, was der HERR dir geboten hatte.
Kurz gesagt:
Nicht jeder gute Wert ist ein gottgefälliger Wert.
Nur, wenn er aus dem Hören auf Gott kommt – aus Schrift, Gebet, Gehorsam, Demut – hat er Bestand.
7. Fazit: Warum und inwiefern rettet Minimalismus dich nicht?
Minimalismus ist Subtraktion, er enthält an sich keine positiven Aussagen über das, was in deinem Leben bleibt nach dem Ausmisten. Das ist eine Entscheidung, die dir überlassen wird.
Die entstandene Leere muss gefüllt werden – Minimalismus sagt dir nicht, womit.
Minimalismus reicht nicht, um deinem Leben Sinn und Fülle zu geben.
Du brauchst mehr als nur Minimalismus.
8. Warum ist Minimalismus dennoch gut und nützlich?
Raum schaffen, Überfluss, Lärm, Ablenkung und Rauschen zu entfernen ist immer eine gute Idee.
Denn:
- Das macht dich offen für die Leere, die du sonst zudeckst.
- Das macht dich offen für Gott.
- (Das gilt sowohl für Gläubige als auch für Nicht-Gläubige.)
Ausmisten und Minimalismus können dich näher zu Gott bringen.
Dafür darfst du aber offen und demütig sein und nicht denken, dass du selber am besten weißt, was du willst und was gut für dich ist.
Minimalismus kann dich von Überfluss befreien, von falscher Sicherheit und Anhaften.
Minimalismus kann dir helfen, Jesus nachzufolgen.
Aber dazu mache ich demnächst mal eine Extrafolge. 😊




