36 und keine Freund:innen. Wie du als Erwachsene:r neue Leute kennenlernst

36 und keine Freunde. Wie du als Erwachsene neue Leute kennenlernst

Mit der Trennung von meinem Freund endete nicht nur unsere Beziehung, sondern auch unsere Familie ist Geschichte.

Ich bin 36 und stehe wieder allein da. In Belgien, ohne Freunde und mit einer kleinen Tochter.

Wie ich versuche, mir einen Freundeskreis aufzubauen und als Erwachsene Freunde zu finden, erzähle ich dir in diesem Beitrag. Außerdem erfährst du, warum Freunde wichtig sind und warum es nie zu spät ist, neue Leute kennenzulernen.

Die erste Version dieses Beitrags ist 2021 entstanden. Damals wollte ich noch digitale Nomadin werden und mit meiner Tochter durch die Welt reisen.
Heute, im Dezember 2022, wohne ich in einer Zweizimmerwohnung, habe eine sinnstiftende Arbeit, gute Freund:innen und ein buntes soziales Netzwerk.

1. Freundschaft als Wert: glücklich

Es mag Menschen geben, denen Freundschaften nicht besonders wichtig sind.
Ich gehöre nicht dazu.

Ich arbeite gerade an einem Buch mit dem Arbeitstitel Glücklich durch Minimalismus (mittlerweile als Minimalismus-Handbuch erschienen). Darin geht es unter anderem darum, wie du ein glückliches, zufriedenes und erfülltes Leben lebst, indem du es an deinen Werten ausrichtest.

Für einige ist es wichtig, Zeit in der Natur zu verbringen, für andere, sich um ihre Haustiere zu kümmern. Einer meiner Werte ist es, mich mit Freund:innen auszutauschen. Quatschen, kochen, im Park sitzen, (vegane Würstchen) grillen, Kaffee oder Bier trinken – es gibt nichts, das mich so sehr mit Freude erfüllt wie das Zusammensein mit Freund:innen.

2. Keine Freunde als Erwachsene: einsam, zerstreut

Doof nur, dass ich das letzte Mal vor 15 Jahren mit Freunden im Park gesessen, (keine veganen Würstchen) gegrillt, gequatscht und Biere getrunken habe.
Einen Freundeskreis hatte ich nur kurz, zu Beginn meines Philosophiestudiums. Was danach kam, war Chaos. Doch der Reihe nach.

Ich war nie der monogame Typ, was Freundschaften angeht. Eher polyamor. Ich mag es, einige beste Freund:innen zu haben und drum herum noch ein, zwei Handvoll guter Freunde. Umgeben von einem Netzwerk guter Bekannter. Im Idealfall kennen sich alle und sind auch untereinander befreundet.
(Wenn jemand so etwas hat, bitte in den Kommentaren melden.)

In der Schule war es noch einfach. Dort erzeugt sich so ein Konstrukt quasi von selbst, auch wenn es nicht so ideal war, wie es in Zeitschriften für junge Erwachsene den Anschein hat.

Im Grundstudium befanden mein damaliger Freund und ich uns inmitten einer Gruppe junger aufstrebender Bald-Intellektueller, die zusammen Godard-Filme schauten, alternative Theateraufführungen diskutierten, Kant-Seminare besuchten, schweren Rotwein tranken und selbstgedrehte Zigaretten rauchten.

Die Gruppe wurde auseinandergerissen, als einige Pärchen sich trennten und in neuen Kombinationen zusammenfanden. War ich leider auch dran beteiligt.

Mein neuer Freund fand die meisten Menschen außer sich selbst scheiße. Das war sein Lieblingswort und er konnte gar nicht genug Anlässe finden, um es zu verwenden. Scheiße.

Der Grund dafür war wohl, dass er im Grund genommen sich selber scheiße fand, aber das wusste ich damals noch nicht.
Wir zogen uns an wie die französischen Intellektuellen der Sechziger Jahre (dachten wir) und schauten auf alles und jeden herab.

Mit Freund:innen war da nicht mehr viel.

Die Beziehung dauerte sieben Jahre. Noch währenddessen begann meine Wanderschaft durch Osteuropa. Kasachstan, Ukraine, Sibirien, Südwestrussland.

Wenn man immer nur ein Jahr an einem Ort bleibt, ist es schwer, Freundschaften zu schließen. Die Einheimischen, die ich kennenlernte, waren entweder Studierende oder Dozent:innen. Letztere waren verheiratet und hatten keine Zeit. Erstere waren zehn Jahre jünger als ich oder ebenfalls verheiratet und ohne Zeit.

Aus der Zeit als Dozentin für Deutsch als Fremdsprache sind eine Handvoll Freundschaften entstanden, die mir noch immer lieb und teuer sind. Nur befinden sich diese Menschen nicht am selben Ort wie ich, sondern sind über ganz Europa verstreut.
Dasselbe trifft auf meine Freundinnen aus der Schule zu.

Schließlich landete ich in Antwerpen. Gut ein Jahr später brachte ich meine Tochter zur Welt. Bis dahin hatte ich neue Leute im Niederländischkurs und in meinem ersten Job kennengelernt. Freundschaften waren daraus nicht entstanden.

Einige Wochen nach dem Umzug von Russland nach Belgien kehrte ich von einem Besuch in Deutschland nach Antwerpen zurück und mein erster Weg führte mich nicht in meine Einzimmerwohnung, sondern geradewegs in eine türkische Burgerschleuder, wo ich mir ein riesiges Softeis kaufte. Es folgten noch mehr Eis, Kekse, Schokolade, Pudding.

Die Einsamkeit und der Gedanke Niemand ist da, der auf mich wartet waren kaum zu ertragen gewesen.

Klar, mein Freund war da in dem Zimmer, in das ich einige Monate später auch ziehen würde. Aber ein Partner ist kein Freundeskreis und irgendwie auch keine Heimat und kein Zuhause.

Mit dem Baby war ich am Anfang viel allein. Krabbelgruppen gab es nicht, aber Mutter-Kind-Treffs. Die Kinder dort waren doppelt so alt wie M, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal krabbeln konnte. War nicht so spannend.

Dann Kita, neuer Job, Corona, Lockdown. Immer wieder Gedanken an Trennung.

Bis A. auf die Idee kam, mit unserer Tochter als digitale Nomaden um die Welt zu reisen. Mein erster Gedanke: Nichts für mich. Dann erwärmte ich mich für die Idee, hörte den Digitale-Nomaden-Podcast auf dem Weg zur Arbeit und steigerte mich derart hinein, dass ich zwei Monate später meinen Teilzeitjob kündigte und mich als Übersetzerin, Ghostwriterin (sic! Brauchst du noch Hilfe bei deiner Abschlussarbeit in Philosophie?) und virtuelle Assistentin selbstständig machte. Ich war bereit!

A. war es leider weniger. Mich begleitet die Idee bis heute. Ich liebe reisen. Aus dem Zug oder Bus steigen und ankommen, wo ich noch niemals zuvor gewesen bin, wo es anders riecht, die Menschen anders sprechen und anders aussehen, die Straßenschilder, die Mülleimer, die Markierungen auf dem Asphalt fremd sind.

Aber dauerhaft reisen, ohne festes Zuhause?
Als ich vor Kurzem für neun Tage allein in Spanien war, setzte ich mich mit der Frage auseinander, was dieses Projekt für mich so attraktiv gemacht hatte. So attraktiv, dass ich seinetwegen zwei Jahre lang an einer dysfunktionalen Beziehung festhielt.

Die schmerzhafte Antwort lautete: um mich auf niemanden einlassen zu müssen. Wer immer unterwegs ist, kann nicht abgelehnt werden. Die Menschen um diese Person herum wechseln häufiger als die T-Shirts, die sie trägt (besonders, wenn es sich um eine Minimalistin handelt).

Ich hatte mich nicht eingelassen.
Ich war jahrelang vor unbekannten Menschen zurückgeschreckt, aus Angst, nicht gemocht zu werden.
Tief im Inneren war ich überzeugt: Ich bin nicht liebenswert.

An dieser Stelle möchte ich Stefanie Stahl für ihre großartige Arbeit danken.
Ohne ihre Bücher und ihre Podcasts So bin ich eben und Stahl aber herzlich wäre ich meinem Muster der Beziehungsvermeidung und meinem Glaubenssatz, der mich daran gehindert hatte, neue Freund:innen zu finden, nicht auf die Schliche gekommen.

3. Als Erwachsene:r neue Freunde zu finden: schwer?

Ob es schwer ist, als Erwachsene:r neue Freunde zu finden, hängt nicht von äußeren Umständen ab. Sondern von deiner Einstellung.

Menschen gibt es überall. Und die meisten sind aufgeschlossen und freuen sich über neue soziale Kontakte.

Aber was ist mit dir?

Wie denkst du über dich? Und wie denkst du, dass andere über dich denken?

Hast du Gedanken wie Ich bin nicht okay, wie ich bin oder Ich bin nicht liebenswert? Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du dich entweder nicht traust, mit anderen in Beziehung zu gehen oder, wenn du es doch tust, dich ständig selbst beobachtest (Bin ich nicht komisch? Klingt meine Stimme seltsam? Ist es Quatsch, was ich sage? Komme ich unsympathisch rüber?)

Mit einem angeknacksten Selbstwert ist es schwierig, als Erwachsene:r neue Freunde zu finden. Du kreist um dich selbst und lässt dich nicht wirklich auf andere ein.

Um das aufzulösen, empfehle ich dir eine Therapie oder ein Coaching, wo du lernst, dich nicht mit deinen Gedanken zu identifizieren und ihnen nicht blindlings zu vertrauen (Defusion), sondern im Hier und Jetzt anwesend zu sein und entsprechend deiner Werte zu handeln.

Denkst du, dass es schwer ist, neue Leute kennenzulernen, dann ist das nur ein Gedanke. Er darf da sein, aber du musst ihm nicht glauben. Du kannst Freund:innen finden und gleichzeitig den Gedanken haben, dass das schwer ist.

Tipp: Je öfter du von Leuten umgeben bist, mit denen du redest, umso leichter fällt es dir, auch in anderen Kontexten auf Menschen zuzugehen.

Oft von Menschen umgeben zu sein geht am besten auf der Arbeit. Kollegen sind ein super Übungsfeld für alle Introvertierten (Buchtipp: Small Talk für Introvertierte* von Silke Nuthmann).

4. 10 Ideen, um neue Leute kennenzulernen

1. Mach eine Liste

Überleg mal, wen du alles kennst. Schreibe alle Namen auf eine Liste. Du wirst erstaunt sein, wie lang sie ist!

Warum ganz von Null anfangen, wenn du schon Leute kennst?

Du kannst deine losen Bekanntschafen entweder intensivieren oder sie nutzen, um neue Leute kennenzulernen. Schreib doch gleich mal jemandem auf deiner Liste eine Nachricht und lade ihn oder sie zum Kaffeetrinken ein!

2. Eltern anderer Kinder

Kinder sind eine tolle Möglichkeit, um als Erwachsene:r neue Freund:innen zu finden. In der Krippe, Kita oder im Kindergarten kommst du schnell in Kontakt mit anderen und brauchst nicht lange nach einem Thema zu suchen.

Hier ein paar Ideen:

  • Du bist die Mama / der Papa von …?
  • War dein Kind auch krank die letzte Woche?
  • Wie waren eure Ferien / habt ihr schon Pläne für die Ferien?
  • Wie gefällt es deinem Kind in der Krippe / der Kita / dem Kindergarten?
  • Was macht ihr nachmittags nach der Krippe / der Kita / dem Kindergarten?
  • Was isst dein Kind gern? (Frag nach einem Rezept oder nach Tricks, um das Essen gesünder zu gestalten.)

3. Nachbar:innen

Mit wem wohnst du in einem Haus? Okay, die Frage macht nur einen Sinn, wenn du zur Miete wohnst.

Wer wohnt in der Wohnung über dir, unter dir, neben dir? Wenn die Leute sympathisch aussehen, lade sie doch einfach mal auf einen Kaffee oder Tee zu dir ein.

4. Hobbys

Wie finden Kinder und Jugendliche neue Freunde?
In der Schule und … über Hobbys!

Bist du erwachsen und einsam, beginne doch eine Freizeitaktivität, die du immer schon einmal ausprobieren wolltest.

Das kann eine Sportart sein (auf meiner Liste: Thaiboxen, Klettern, Volleyball, Badminton, Surfen und Wakeboarding), etwas Kreatives (Töpfern, Nähen, Malen, Singen (in einer Band oder in einem Chor), kreatives Schreiben) oder Praktisches (Fahrradreparieren).

5. Fortbildungen und Kurse

Mit Fortbildungen und Kursen verhält es sich wie mit der Schule: Du lernst ganz automatisch neue Leute kennen!

Achte nur darauf, dass es sich um Präsens-Fortbildungen handelt. Oder hast du schon mal Freunde in Onlinekursen und Zoom-Meetings gefunden?

Wähle Themen, die dich wirklich interessieren. Das steigert die Wahrscheinlichkeit, mit Menschen in Kontakt zu kommen, die ähnliche Werte haben wie du.

Interessierst du dich für psychologische Themen (oder Persönlichkeitsentwicklung auf wissenschaftlichem Niveau), könntest du an einen Achtsamkeitskursen, Trainings zur Akzeptanz- und Commitmenttherapie oder an einem Workshop zur gewaltlosen Kommunikation teilnehmen.

Sprachkurse gehen immer. Warum nicht das Schulfranzösisch etwas auffrischen oder endlich mal Chinesisch lernen?

6. Von Online zu Offline

Vernetze dich im Internet mit Gleichgesinnten. Nimm aktiv am Austausch in Interessengruppen teil. Oft gibt es regelmäßige Vor-Ort-Treffen oder Aktionen, bei denen du neue Freunde gewinnen kannst.

Eine meiner guten Freundinnen in Antwerpen habe ich auf einem Deutsche-in-Antwerpen-Stammtisch kennengelernt, den ich selber organisiert habe.

Selbst auf Instagram kannst du neue Leute kennenlernen, indem du dich in den Kommentaren austauschst. Und wenn sie aus deiner Region kommen, warum nicht im echten Leben treffen?

7. Lerne die Expat-Community kennen

Unter Zugezogenen gelten Belgier:innen als schwer zugänglich. Auf den ersten Blick offen und freundlich, ist es schwierig, in Freundeskreise einzudringen, die oft schon seit der Schul- oder Studienzeit bestehen.

Wenn dir das in Deutschland auch so geht (vielleicht bist du gerade umgezogen), dann lerne doch mal Menschen aus anderen Ländern kennen!

In jeder größeren Stadt gibt es Facebookgruppen, um neue Leute kennenzulernen. Such nach „Meeting new people in …“ oder „Expats in …“.

Oft bekommst du in den FB-Gruppen Zugang zu interessenbasierten WhatsApp-Gruppen, in denen sich Menschen aus aller Welt verabreden, um zusammen was trinken zu gehen, Ausflüge zu unternehmen, Bücher zu diskutieren, zu kochen, zu klettern, Volleyball zu spielen und vieles mehr.

Ich habe Supererfahrungen mit diesen Gruppen gemacht. Die Leute sind supernett, offen und interessiert (an dir und deiner Geschichte!). Wenn ich mit Menschen aus Venezuela, Rumänien, China oder Ghana spreche, erscheint mir die Stadt, in der ich seit über fünf Jahren wohne, in einem völlig anderen Licht.

Weitere tolle Nebeneffekte beim Austausch mit Expats:

  • Du lernst viele neue Dinge (über Menschen, Länder und überhaupt!)
  • Du kannst deine Sprachkenntnisse aufmöbeln (Englisch sowieso und vielleicht auch Französisch, Spanisch oder Polnisch. Oder Arabisch!)

8. Neue Freund:innen im Job

Du arbeitest so viel wie möglich von zuhause aus, von Teamveranstaltungen und Feierabendbieren hältst du dich, so weit es geht, fern?

Schwerer Fehler, wenn du als Erwachsene:r neue Freund:inne finden willst!

Wie gut kennst du deine Kolleg:innen wirklich? Sind alle nicht auf deiner Wellenlänge? Dann sind es vielleicht die aus den anderen Abteilungen! Oder die Kumpels und Kumpelinen deiner altbekannten Kollegen.

Hast du keine Freund:innen und bist einsam, dann mach alles mit, was von deiner Arbeit aus angeboten wird. Fortbildungen, Meetings mit anderen Teams, Feste, After-Work-Kneipenrunden. Die Leute sind schon da. Gib dir einen Ruck. Einfacher kommst du nicht an (neue) Freund:innen.

9. Leute ansprechen

Klingt irre, aber warum nicht einfach jemanden auf der Straße anquatschen, den oder die du sympathisch findest?

Das Schlimmste, das dir passieren kann, ist, dass die Person keine Lust oder keine Zeit hat, mir dir zu reden. Na und? Hat ja nichts mit dir zu tun.

Noch ein bisschen verwegener (zumindest für Frauen): Alleine in Cafés (nicht so verwegen) oder in Bars (verwegener) rumsitzen und sich ansprechen lassen (oder andere ansprechen!).

Tipp: Das klappt am besten an der Theke!

10. Extratipp für Selbstständige

Selbstständige Arbeit ist einsam. Für mich war das der Hauptgrund, mein Hobby nicht mehr zum Beruf machen zu wollen.

Co-Working-Spaces sind eine tolle Möglichkeit, um nicht alleine zu sein. Du mietest dir sozusagen ein Arbeitsumfeld mitsamt Kolleg:innen. Und kannst dein berufliches (und privates) Netzwerk erweitern.

Co-Working-Spaces gibt es mittlerweile in allen großen und mittleren Städten, eine Übersicht findest du bei Coworking Map.

5. Neue Leute zu Freund:innen machen: Einladen, einladen, einladen

Du kennst viele Menschen, aber sie sind nicht deine Freund:innen?

Dann lade sie doch mal ein!

Mach es dir zu einer Gewohnheit, Menschen, die du noch nicht gut kennst und sympathisch findest, zu dir nach Hause einzuladen.

Eltern und ihre Kinder. Arbeitskolleg:innen. Nachbar:innen. Bekannte vom Sport. Wer wird nicht gern eingeladen? Jede:r wird sich über deine Einladung freuen, wetten?

Andere einzuladen ist eine simple Methode, um Bekannte besser kennenzulernen und eine freundschaftliche Beziehung aufzubauen.

6. Viel hilft viel? Sei wählerisch

Nicht alle Menschen, die du triffst, anquatschst oder einlädst, werden deine besten Freund:innen werden.

Auch bei Freundschaften ist eine Prise Minimalismus von Vorteil. Triff dich nur mit Menschen, mit denen du dich gut verstehst und die dir wirklich etwas bringen.

Klingt egoistisch?

Ich finde es selbstsüchtig, mich nur mit jemandem zu treffen, um nicht alleine zu sein.

Wenn du dich mit dieser Person nicht wirklich verstehst, bist du in ihrer Gesellschaft ebenso einsam wie du es ohne sie bist.

Es fällt dir nur nicht auf.

Ich habe eine Bekannte, die bei jedem Treffen dieselben Dinge fragt (Wie läuft es auf der Arbeit, Wie alt ist deine Tochter jetzt, Was machst du in den Ferien). Und ich währenddessen überlege, worüber wir als Nächstes sprechen können.

Das macht keinen Sinn, daraus wird nie eine richtige Freundschaft.

Dir Menschen als Freund:innen auszusuchen, die du schätzt, interessant findest und mit denen du stundenlang quatschen kannst ohne zu merken, wie die Zeit vergeht, ist nicht egoistisch.

Mit Freundschaften verhält es sich ein wenig wie mit Liebesbeziehungen: Die Menschen müssen zueinander passen, damit es funktioniert.

Hast du als Erwachsene:r neue Freund:innen gefunden? Wie schaffst du es, neue Leute kennenzulernen? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar!

Marion

Marion

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