Podcast-Interview Die Schatzmeisterin (Rena Münch)

Minimalistisch leben und investieren – Die „Schatzmeisterin“ Rena Münch im Interview

Heute ist Rena Münch zu Gast im Frugales-Glück-Podcast. Auf ihrem YouTube-Kanal Die Schatzmeisterin dreht sich alles um Minimalismus und Frugalismus. Rena teilt Spar-Tipps und zeigt, wie Sparsamkeit, Leichtigkeit und ein Leben in Balance ganz einfach umgesetzt werden können.

Im Podcast erfährst du, ….

  • welche simple Regel Rena befolgt, um weniger Geld für Lebensmittel auszugeben;
  • wie Rena zum Frugalismus gekommen ist:
  • was du tun kannst, wenn du frugal(er) leben möchtest und keine Ahnung hast, wo du du anfangen sollst;
  • wie du es schaffst, weniger zu kaufen und deinen Konsum zu reduzieren;
  • welche frugal-minimalistische Gewohnheit Rena besonders schätzt;
  • wie Sparen und Nachhaltigkeit zusammenpassen;
  • ob es etwas gibt, das Rena sich ab und an „gönnt“ oder bei dem sie nicht ganz so sparsam ist.

Shownotes:

Erwähnte Beiträge

In welchem Bereich bist du besonders sparsam? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar!

Transkript

Hallo Rena, herzlich willkommen im Frugales-Glück-Podcast!

Hi Marion, schön dich zu sehen. Vielen Dank, dass ich hier sein darf. Ich freue mich auf unser Gespräch und bin gespannt, worüber wir sprechen werden.

Ich freue mich auch. Meine erste Frage: Was hast du heute zum Frühstück gegessen?

Oh, das ist eine süße Frage, die ich gar nicht erwartet hätte. Heute gab es bei mir ein Büchermüsli. Ich habe es gestern Abend vorbereitet, da ich wusste, dass ich heute früh viel zu tun haben würde. Es ist praktisch, etwas vorbereitet zu haben. Und es war wirklich lecker. Das war also mein Frühstück.

Versuchst du auch, weniger Geld für Lebensmittel auszugeben?

Ja, auf jeden Fall. Momentan ist es wirklich so, dass ich, wenn ich in den Laden gehe, bemerke, dass viele Dinge deutlich teurer geworden sind. Aber schon bevor diese ganze Inflation begann, habe ich darauf geachtet, Geld zu sparen, weil ich es für wichtig halte. Wenn ich für ein ähnliches Lebensmittel weniger bezahlen kann, warum sollte ich das dann nicht machen?

Absolut. Hast du ein paar Tipps, wie man weniger Geld für Lebensmittel ausgeben kann?

Ja, auf jeden Fall. Ein Tipp von mir, der auch Nachhaltigkeitsgründe hat, ist es, regional und saisonal einzukaufen. Es gibt Lebensmittel, die in Vergessenheit geraten sind oder nicht so beliebt sind, aber dennoch günstig und gesund sind. Ich persönlich bevorzuge bodenständige Gemüsesorten wie Karotten, Kohlrabi und Kohlsorten, die hier heimisch wachsen. Ein weiterer Tipp ist es, das Angebot zu nutzen und nicht immer wie im Restaurant à la carte zu essen. Es ist gut, größere Mengen zu kochen und diese über zwei bis drei Tage zu essen. Das vereinfacht das Leben und spart Zeit.

Ja, gerade mit dem Kochen. Wenn man bereits etwas im Kühlschrank hat, muss man sich nicht jeden Tag überlegen, was man kochen kann.

Genau. Und Kohl ist ein tolles, vitaminreiches Lebensmittel, das auch im Winter wächst. Ich koche ihn manchmal roh, einfach gerieben mit Karotten und Dressing als Salat. Oder ich füge ihn zu einer gemischten Reispfanne hinzu. Ab und zu fermentiere ich Kohl auch, wie zum Beispiel für Kimchi.

Wie bist du eigentlich zum Frugalismus gekommen? Also, wie hat es angefangen?

Der Frugalismus kam nach und nach in mein Leben. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, ob Minimalismus oder Frugalismus zuerst da waren. Beide Themen sind für mich Säulen, die zu einem paradiesischen Leben führen. Diese Wortkreation habe ich vor Jahren gemacht, um zu betonen, dass Minimalismus und Frugalismus beide zu einem paradiesischen Leben führen können.

Wie bin ich dazu gekommen? Nun, die weit entfernteste Geschichte liegt mehr als 20 Jahre zurück. Ich war nicht immer Minimalistin und Frugalistin. Mit 18 Jahren, als junge Frau, war mein Traum, mit einem leeren Koffer nach New York zu reisen und mit einem vollen zurückzukehren. Heute lache ich darüber und betrachte es als eine Jugendsünde. Damals war es jedoch ein Wunsch, den ich mir mit einer Freundin erfüllt habe. Wir hatten beide gespart, es war keine spontane Entscheidung. Doch dieses Verlangen nach immer mehr, nach unnötigen Dingen wie Kleidung und CDs, hat sich in mein Leben geschlichen. Besonders in den frühen 20ern ist man vielleicht anfälliger dafür. Schulden kamen dazu. Mit 20, 21 Jahren hatte ich bereits 10.000 Mark Schulden und überzog mein Konto. Als die Bankberaterin anrief, war mir klar, was passiert war. Es war ein Weckruf, ein Stoppschild. Ab diesem Moment habe ich mich intensiv mit Finanzen, Wirtschaft und Investitionen beschäftigt und bin seitdem begeisterte Frugalistin und Minimalistin.

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Marion

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2 thoughts on “Minimalistisch leben und investieren – Die „Schatzmeisterin“ Rena Münch im Interview

  1. Bea says:

    Liebe Marion,
    Ich arbeite nur noch 8 Monate in der Reisebranche. Ich flog 1-2 Mal im Jahr. Wann ich aufhören werde beruflich Reisen zu verkaufen. Ich möchte höchstens alle 4-5 Jahre mal fliegen, vielleicht auch gar nicht.
    Als kleine Konsumenten haben wir sehr viel Macht. Wenn wir nicht fliegen, stellt die Airline den Flug ein. Der Flugverkehr boomt weltweit, da viele Menschen, vor allem seit Corona, viel fliegen.
    Reisen ist die Möglichkeit die Welt besser zu verstehen. Jeder trägt mit seinem Flugkonsum zur Erweiterung bei. Bei Kreuz -fahrten ist es ebenso.
    Als ich vor über 40 Jahren diesen Beruf erlernte konnte sich eine Kreuzfahrt nur reiche Menschen leisten. Die Schiffe beförderte 600 Passagiere plus Personal. Heute werden 2000 oder gar 4500 oder sogar 8000 Passagiere plus Personal befördert. Ich finde den Bespaßungstourismus grausam. Deshalb sage ich, jeder kann durch seine Kaufentscheidung etwas beeinflussen.
    Liebe Grüße
    Bea

    Antworten
    1. Marion says:

      Hallo Bea,

      mir fällt dazu der Spruch ein: „Ich bin lieber Teil der Lösung als Teil des Problems.“

      Wenn wir alles auf die Politik schieben, machen wir es uns zu einfach.

      „Be the change you want to see in the world.“

      (Komisch, normalerweise habe ich solche Zitate nie parat 😉 )

      Herzliche Grüße
      Marion

      Antworten

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