Stromverbrauch senken – 9 originelle Energiespartipps für 2022/23

Stromverbrauch senken – 9 originelle Energiespartipps für 2022/23

Keine Lust, den Winter 2022/23 unter Wolldecken zu verbringen? Hier erfährst du, mit welchen Tricks du deinen Stromverbrauch senken und weniger Energie verbrauchen kannst.

Sonntagabend, 18:50 Uhr: Lindenstraße. Beim Gedanken an Else Kling und Hansi Beimer überlaufen mich bis heute kalte Schauer. In einer Folge will Hansi Strom sparen. Nicht wegen gestiegener Energiepreise – ein Hauskauf stand an. Logische Maßnahme: Heizung aus, rein in die Wolldecken!

Ich bin nach Jahren wieder in eine Wohnung gezogen, in der Strom und Gas nicht pauschal abgerechnet werden, sondern ich für meinen Verbrauch bezahlen muss – wie wahrscheinlich die meisten, die das hier lesen.

Als frugal lebender Mensch gehe ich nicht erst seit 2022 sparsam mit Wasser und Elektrizität um. Hier kommen meine Tipps zum Energiesparen!

1. Energie und Strom sparen – warum eigentlich?

Der Internationalen Energieagentur zufolge stellt der Energieverbrauch privater Haushalte eine der Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte dar.

Immer mehr Dinge des alltäglichen Lebens brauchen Strom, der Bedarf steigt weltweit, aber woher soll all die Energie kommen?

Natürlich macht es Sinn, den Stromverbrauch zu senken, um Geld zu sparen. Aber auch angesichts der hohen Energiepreise des Jahres 2022 sollte nicht vergessen werden, dass der Konsum von Strom und Gas immer auch ein Konsum von Ressourcen ist.

Ressourcen, die nachfolgenden Generationen fehlen werden.

Ein achtsamer und sparsamer Umgang mit Ressourcen ist eine Wertschätzung gegenüber unseren Kindern und Enkelkindern.

Ich zumindest möchte meiner Tochter eine (Um-)Welt hinterlassen, die in einem mindestens so guten Zustand ist, wie sie es war, als ich auf die Welt gekommen bin.

2. Stromverbrauch von Herd und Ofen reduzieren

Du kannst den Stromverbrauch von Herd und Ofen reduzieren, indem du die Geräte doppelt nutzt:

So eine Großbackaktion zu veranstalten macht natürlich nur Sinn, wenn du wirklich gerne dein eigenes Brot backst.

Um Energie zu sparen, ist es insgesamt günstiger, Brot und Gebäck vom Bäcker zu kaufen und in Töpfen statt in Auflaufformen zu kochen.

3. Warmwasser sparen

Die Zeit unter der Dusche nutze ich, um Podcasts zu hören!

Männlicher Podcast-Host

Was macht er da nur so lange?

Warmwasser ist nach Heizung und Auto einer der größten Energieverbraucher und CO2-Verursacher in privaten Haushalten.

Immerhin rund zwölf Prozent des Energiebedarfs von Privathaushalten in Deutschland entfallen auf die Bereitstellung von Warmwasser. Bei einer elektrischen Erhitzung des Wassers durch Boiler oder Durchlauferhitzer sind es sogar 25 Prozent.

Den Warmwasserverbrauch zu senken ist also immer eine gute Idee!

3.1. Wassertemperatur

Wird Warmwasser in deiner Wohnung mit einem Durchlauferhitzer erzeugt? Du kannst viel Energie sparen, indem du die Temperatur des Geräts herunterstellst.

Wozu brauchst du schließlich 60 Grad heißes Wasser? 35 Grad reichen zum Duschen, Spülen und Händewaschen.

Wegen der Legionellengefahr sollte die Temperatur eines Warmwasserboilers nicht weniger als 60 Grad betreffen. Um dennoch den Stromverbrauch zu senken, kannst du den Boiler ausschalten, wenn du einige Tage nicht zuhause bist oder kein warmes Wasser brauchst.

3.2. Duschen und baden

Mit wenigen Anpassungen deiner Dusch- und Baderoutine kannst ganz leicht weniger Strom verbrauchen:

  • Dusche kurz: nassmachen, einseifen, abwaschen, fertig.
  • Kalt abduschen ist gut für Haut, Haar, Gemüt und die Stromrechnung. Es verhindert außerdem, dass du aus Behaglichkeit unter dem warmen Strahl erstarrst (ist das ein Männer-Ding?).
  • Gewöhne dir an, deine Haare nur ein- bis zweimal in der Woche zu waschen. Das reduziert die Duschzeit enorm.
  • Wasche deine Haare nach dem Sport. Mein Badezimmer hat mich schon lange nicht mehr mit nassen Haaren gesehen. 😉
  • Mache Vollbäder zu einem seltenen Luxus.
  • Bade deine Kinder in einer externen, kleinen Badewanne oder in der Dusche.
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3.3. Geschirr abwaschen

Er hat sie einfach gekauft.

Und eingebaut.

Meine Mutter wehrte sich mit Händen und Spülhandschuhen.
Nach zwei Jahren gab sie auf.

Zweimal in der Woche läuft die Spülmaschine nun. Der Rest wird täglich per Hand gespült.

Ich bin zwar gegen unnütze Küchengeräte, aber eine Spülmaschine spart verdammt viel Wasser und indirekt auch Strom, der benötigt wird, um das Wasser zu erhitzen.

Daher: Wenn du eine Geschirrspülmaschine hast, benutze sie auch! Spüle nichts mehr per Hand ab, lass lieber die Maschine täglich laufen.

Keine Spülmaschine vorhanden?

Auch beim Spülen per Hand kannst du Warmwasser (und damit Strom) sparen, indem du alles in einem Rutsch abwäschst.

In der Woche bin ich beim Mittagessen allein, meine Tochter ist im Kindergarten. Das Geschirr von Frühstück und Mittagessen spüle ich erst abends, zusammen mit dem vom Abendessen. Meine Kaffeetasse benutze ich den ganzen Tag über, ohne sie zwischendurch abzuwaschen.

Wozu auch? Wird ja eh wieder schmutzig. 🤪

Das Geschirr-Sammeln hat neben dem Energiesparen noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: Deine Hände trocknen nicht aus durch das Spülmittel, du benötigst weniger Handcreme.

4. Strom sparen beim Kochen und Erhitzen von Wasser

„Könntest du den Wasserkocher bitte nur mit soviel Wasser füllen, wie du für deinen Tee brauchst?“

Ein Studienfreund war von einer spießigen Berufstätigen-WG in ein Leipziger Hippie-Haus gezogen.

Damals fand ich das albern. Wer achtet schon darauf, wie viel Wasser er oder sie in den Wasserkocher laufen lässt?

Heute meine ich: Die Hippies hatten recht!

Ein Wasserkocher benötigt 0,106 kWh, um einen Liter Wasser zu erhitzen. Bei vier Tassen Tee à 250 ml am Tag sind es ganze vier Liter, die umsonst gekocht werden.

Bei 0,30 Euro pro kWh macht das rund 46 Euro im Jahr – nur für nicht genutztes kochendes Wasser!

Beim Kochen kannst du Strom sparen, indem du das Wasser nicht auf dem Herd erhitzt, sondern im Wasserkocher. Das verbraucht etwa 60 % weniger Energie.

5. Tipps zum Senken deiner Heizkosten im Winter

Im Winter Energie sparst du viel Energie, wenn du nur die Räume heizt, in denen du dich auch aufhältst.

Ich wohne in einer Zweizimmerwohnung und arbeite im Homeoffice. Tagsüber ist meine Tochter im Kindergarten und ich heize nur Wohnzimmer und Küche. Die Heizungen im Badezimmer und im Schlafzimmer stehen auf Stufe 1.

Ein trivialer Energiespartipp: Zieh dich zuerst wärmer an, bevor du das Thermostat höherstellst.

Darüber hinaus habe ich noch zwei Geheimtipps zum Senken des Energieverbrauchs auf Lager. Beide haben damit zu tun, den Körper von innen zu wärmen anstatt die Räume, in denen er sich befindet.

5.1. Energie sparen durch Bewegung

Du kommst vom Einkaufen oder Spazierengehen nach Hause. Oh, schön warm drinnen!

Je mehr du dich bewegst, desto wärmer wird dir. Diesen Effekt kannst du nutzen, um Heizkosten zu sparen.

Spitze, denn Bewegung tut nicht nur deiner Heizkostenabrechnung, sondern auch dir gut!

Meine Tipps für mehr Bewegung im Alltag:

  • Arbeite in Blöcken von 45 Minuten. Steh zwischendurch auf und gehe eine Runde durch die Wohnung.
  • Spaziergänge lohnen sich erst ab einer halben Stunde? Quatsch! Schon fünf Minuten an der frischen Luft wärmen dich auf und geben dir neue Energie.
  • Arbeite an einem Bodenschreibtisch. So bewegst du dich automatisch mehr.
  • Leg eine Yogamatte ins Wohnzimmer (oder neben deinen Bodenschreibtisch) und mach zwischendurch einen Sonnengruß oder einen Seitstütz.
  • Bewege dich in Animal Moves durch die Wohnung. Deine Kinder werden es lieben!
  • Befestige eine Klimmzugstange im Türrahmen und übe das Hängen und Umgreifen. Davon gerate ich ganz schön ins Schwitzen.
Minimalistisch leben hängt für mich eng mit sportlicher Betätigung und Achtsamkeit zusammen. Eine tolle Möglichkeit, um Yoga und Meditation in deinen Alltag zu integrieren, ist Zenspotting.

Auf Zenspotting findest du abwechslungsreiche Meditationen, Yoga- und Workouteinheiten, die du an deine Bedürfnisse anpassen kannst.

Ob Energie, Fokus, Ausgeglichenheit, Kraft, Ausdauer oder Beweglichkeit - das alles bekommst du bei bei den Live-Sessions von Zenspotting für einen kleinen Preis: sicher, flexibel und ohne Abo.

5.2. Heizkosten reduzieren durch zyklisches Heizen

Du läufst morgens zu Hochtouren auf und bist abends eher eine Frostbeule? Dann macht es Sinn, die Heizung gegen Abend höher zu stellen als am Vormittag.

Jedes Grad geringere Raumtemperatur senkt den Verbrauch um etwa 6 Prozent.

5.3. Wärmende Nahrung

Nicht nur Bewegung wärmt dich von innen, auch Nahrung hat diese Superkraft.

Anstatt im Herbst, Winter und noch kalten deutschen Frühling belegte Brote, Brötchen, Salate und Joghurt zu verzehren, greife zu Suppen, Eintöpfe und Currys. Am besten schön scharf, um dir ordentlich einzuheizen. 🌶️

Gewürzen wie Ingwer, Chili, Muskat, Zimt und Pfeffer werden wärmende Qualitäten zugesprochen.

Auch mit heißem Tee kannst du dich innerlich wärmen. Am besten, du nutzt einen Thermosbecher oder eine Thermostasse, so bleibt das Getränk länger warm.

Stromverbrauch senken – warme Getränke helfen, Heizkosten zu sparen

6. Ganz geheimer Energiespartipp

Am allerbesten für deine Strom- und Heizkostenrechnung ist es, wenn du nicht von zuhause aus arbeitest.

Hast du die Chance, ins Büro zu gehen (und es stört dich nicht, dort zu arbeiten), solltest du sie nutzen. Dein Stromverbrauch wird es dir danken. 😉

Welche Energiespartipps befolgst du in deinem Alltag? Versuchst du, weniger Strom zu verbrauchen, seitdem die Preise gestiegen sind? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar!

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Marion

Marion

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4 Kommentare zu “Stromverbrauch senken – 9 originelle Energiespartipps für 2022/23

  1. Christine Strobel says:

    Ich habe neulich gelesen, das es auch Sinn macht, die Heizkörper regelmäßig zu entstauben. Ich habe das dann gleich gemacht und jede Menge Wollmäuse entfernt, die sich da statt der Luft schön wärmen ließen… finde ich eine sinnvolle Idee

    Antworten
    1. Marion says:

      Hallo Christine,

      das ist ein guter Tipp, danke! Womit hast du die Heizkörper entstaubt?

      Herzliche Grüße
      Marion

      Antworten
      1. Christine Strobel says:

        Hallo Marion,
        einfach mit einem Staubwedel und dem Staubsauger…

        Liebe Grüße von Christine

        Antworten
        1. Marion says:

          Okay, dann müsste ich mir mal einen Staubwedel bauen 😉

          Hab einen schönen Tag!

          Antworten

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Endlich mal wieder durchatmen!

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