Undine Almani: Mit Minimalismus und Essgewohnheiten kannst du dein Leben krass verbessern!

Undine Almani: Mit Minimalismus und Essgewohnheiten kannst du dein Leben krass verbessern!

In Folge 25 des Frugales-Glück-Podcasts ist YouTuberin und Bloggerin Undine Almani zu Gast.

Undine beschäftigt sich in ihren Videos und Blogbeiträgen mit Minimalismus, Achtsamkeit und Nachhaltigkeit (oder auch „Öko-Sarkasmus“, wie es im Untertitel ihrer Webseite heißt). Du kannst sie beim Wandern, Ausmisten, Kaffeetrinken und vielem mehr begleiten.

Wir haben über Ausmisten, Minimalismus mit Kindern, Undines Weg aus der Essstörung und über ihre Art des intuitiven Essens gesprochen.

Ich wünsche dir viel Freude und Aha-Momente beim Hören!

Triggerwarnung: In dieser Episode werden Symptome einer Essstörung thematisiert. Das könnte für Betroffene belastend oder retraumatisierend sein. Informationen und Ressourcen für Menschen, die an einer Essstörung leiden, gibt es hier: BZgA Essstörungen.

In der Folge erfährst unter anderem…

  • wie Undine zum Minimalismus gekommen ist;
  • warum sie den Fußboden in ihrem Zimmer jahrelang nicht gesehen hat;
  • ob Shoppen auf Vinted den Kaufwahn der Verkäuferinnen unterstützt;
  • was mehr Sinn macht: verschenken oder verkaufen;
  • warum Spielplätze öde sind und welche Alternativen es gibt;
  • wie es gelingt, Minimalismus mit Kindern umzusetzen und wie Kinder ins Ausmisten einbezogen werden können;
  • warum Minimalismus und gute Essgewohnheiten die Lebensqualität steigern;
  • wie Undine die Anorexie überwunden hat;
  • wie es ihr mit der „Cola-Schoki-Chips-Diät“ ergangen ist;
  • was sie unter kuratiertem intuitiven Essen versteht;
  • welche Rolle Bewegung in Undines Leben spielt.

Shownotes:

Findest du Spielplätze auch langweilig? Was hältst du von Undines Konzept der kuratierten Intuition? Wir sind gespannt auf deinen Kommentar!

Transkript

Marion: Schön, dass du da bist, Undine!

Undine: Danke für die Einladung.

Marion: Vielleicht zum Einstieg erzählst du mal, wer du bist und was du so machst?

Undine: Ich will nicht sagen, ich bin YouTuber, weißt du, das klingt immer so hohl. Aber du hast YouTube. Die Eltern sagen, "Klar, bist du Youtuberin." Ja, weil es das ist. Die Hipster, die irgendwie Youtuber sein wollen. Okay, wer bin ich? Okay. Ich mache Youtubevideos hauptsächlich über das Thema Minimalismus. Und ja, ich teile auch ein bisschen meine Wanderungen, die ich mache. Letztes Jahr Langstreckenwanderungen gemacht in der Klassik. Das ist etwas, was ich noch werde in Zukunft und so ein bisschen Vlogs auch. Und ansonsten privat bin ich witziger, habe ein Kind die vier. Ja, ich glaube. Beantwortet das die Frage?

Marion: Klar. Und du bist auch Minimalistin, oder?

Undine: Ja, also es wird mir zumindest immer gesagt, wenn die Leute zu Besuch kommen, heißt du hast ja nichts in der Wohnung. Ich finde es. Ich finde immer noch, dass es zu viel ist. Aber ich krieg das oft zu hören.

Marion: Ja, du hast ja viele Videos über das Thema und auf deinem Blog schreibst du auch viel über Minimalismus.

Undine: Ja, wobei es gar nicht so mein Lieblingsthema mehr ist. Unbedingt interessant. Ich finde Aspekte davon interessant und wichtig, aber so diese typischen Ratgeber-Videos, davon will ich eigentlich weg. Hmmm, also diese zehn Dinger, die du an deinem Minimalismus verfriemeln kannst. Ich habe auch eine Zeit lang viele solcher Anleitungen geschrieben und jetzt, wo ich so ein bisschen die Lust daran verloren, so als hätte ich schon alles gesagt, so ein bisschen oder als gäbe es dem dann nichts mehr hinzuzufügen. 

Es gibt so viel in diesem Bereich. Es gibt so viele gute Videos zu dem Thema und die Qualität wird auch immer besser, wenn es dir anschaust. Viele mit schönen Aufnahmen, wo die Leute Voiceover machen und fast schon Blogstyle und ich mache Vlogs ehrlich gesagt lieber, wenn man das so ein bisschen einfließen lässt, dass man diesen Minimalismus hat und das lebt und es gut wird. Diese Mischung finde ich irgendwie ausgewogener, als sich so ein Video zu machen, sich hinzusetzen und dann irgendwie da was Theoretisches zu brabbeln.

Marion: Ja, das stimmt. Es ist in Videos wahrscheinlich auch ein bisschen schwierig zu zeigen. Wenn wir gerade so nett theoretisch darüber reden, wie bist du denn eigentlich dazu gekommen? Zum Minimalismus?

Undine: Wie bin ich dazu gekommen? Das hat angefangen, da wollte ich von zu Hause ausziehen. Ich habe noch bei meiner Mutter gelebt und ich wollte ausziehen, war dann kurz davor, eine Ausbildung zu machen. Also bevor ich Physik studiert habe, habe ich als Krankenschwester gearbeitet und war dann kurz davor, auch eine Ausbildung zu machen. Und ich glaube, diese Minimalismus Geschichte hat noch davor angefangen. Aber mir war schon klar, dass ich ausziehen werde und irgendwas nach der Schule machen werde. Und ich wollte, bevor ich ausziehe, irgendwie mein Leben noch mal verändern und. Den ganzen Ballast loswerden. 

Ich hatte ein richtiges Messie Zimmer. Also es war wirklich so. Du konntest darin nicht fußen. Du bist. Du konntest da nicht reingehen, ohne auf irgendwas drauf zu treten. Was dann? Was denn? Crunchie Geräusche gemacht. Wie groß war es etwa? Wie groß war das für 14 Quadratmeter? Hattest du eigentlich so viel Platz? Es war schon geräumig für ein Kinderzimmer, würde ich sagen. Und es war alles voll mit Zeug. 

Ich hatte zwei Schreibtische. Welcher Mensch brauchte zwei Schreibtische? Und nicht, dass einer davon Reißbrett war oder so.. Und ich hätte gesagt, zukünftiger Architekt oder so was. Es war einfach zwei vollgemischte Schreibtische. Eine, auf dem stand mein Computer Shit und auf dem anderen war einfach nur Random Kunstschule, äh, Skizzenschulkram. 

Und ich glaube, ich hatte 30 Pflanzen. Geil. Ja, ich habe, als ich ausgezogen bin. Ich habe dann allen möglichen Kram mitgenommen und da hatte ich auch so ein Zimmer. Das war auch ungefähr so groß, würde ich sagen. Da hatte ich auch zwei Schreibtische, fällt mir gerade ein, weil ich hatte den übelsten 90er Jahre Computer Tisch. So wird aus die Schublade für die Tastatur und so noch extra so mit Monitor, so ein richtiger Ausguck. Computer, ja, da stand dieses Metall ungetüm noch in meinem Zimmer und mit so einem fetten, tiefen Monitor auch noch, oder? Ja, ganz schlimm. Ja, den musste man an die Steckdose. Irgendwie Modem und das Internet konnte zwischendurch einen Kaffee machen auf der Seite geladen worden war. Also die Kinder heute, die wissen gar nicht mehr, wenn die da mit ihren Laptops sitzen und so die, die wissen gar nicht mehr über wie sie was eigentlich war. Ja, aber das war auch was, dass ich dann das erste, was ich mir besorgt habe, als ich ausgezogen bin, Ich also ich will keinen großen Rechner mehr, obwohl ich war so ein Typ eigentlich war und immer den Rechner hatte selber gebaut alles und dann hatte ich erst mal eine Zeit lang so'n Laptop, aber das zwei zu dem Zimmer.

Also das war wirklich sehr voll. Ich hatte ein Bett, das war immer voll mit Zeug. Ich hatte ein riesen Bücherregal mit Ramsch, Bücher in zwei Reihen und dann hatte ich am Ende die unterste Schublade oder unterste Regalreihe, die war quasi hinter meinem Bett, also dass das Bett stand in so einer Nische wie in so einem Alkoven. Und am Ende des Bettes war dieses Bücherregal noch reingequetscht und das Bett hat quasi die unterste Reihe von dem Regal verdeckt. Und das war mein sogenanntes Ramschfach. Da drin ist alles verschwunden, was ich nicht mehr sehen wollte Schlechte Noten, Brote. Jetzt wird gegessen, was ich an vergammelten Lebensmitteln im Zimmer hatte. Ich glaub, das geht auf auf keine Pappe. Das war voll mit Mist, mit Ramsch, mit Sachen, die ich verdrängen wollte. Und dann hatte das Bett auch noch zwei Schubladen. Und wir wissen alle, was in Schubladen ist, oder? 

Und die eine Schublade war eigentlich für mein. Für mein Bettzeug. Also dass wenn das ausgelüftet war, dass ich mein Bettzeug dann reinstopfen konnte und quasi oben das Bett, da hatte ich so eine Decke, die hab ich dann drüber gerollt, dass es schön glatt aussah. Ja, so als Sofabett sozusagen. Genau da in der Schublade war auch kein Platz mehr. Ich konnte das Bettzeug da irgendwie reinstopfen, aber nicht so, dass das dann noch ausgelüftet war hinterher, sondern das war wirklich alles andere eingepfercht und ich habe die Schublade gerade so zugekriegt.

Und dann hatte ich eine riesen Schrankwand da drin mit ganz vielen Schubladen. In der DDR gab es das hieß MDF heißt das, weiß ja noch jemand von der älteren Fraktion. Ist das vielleicht noch so relativ schlichtes Zeug? Eigentlich sah gut aus, viele Schubladen und das war auch komplett vollgestopft mit irgendwelchem Schulzeug, alten Kram und dann auf den Schubladen. 

Ich weiß nicht, welches Kind aus den 80er oder 90er das vielleicht auch so gemacht hat, aber wir haben Sticker auf alles geklebt. Ja, ich hatte ohne Ende. Auf meinem Schreibtisch waren Sticker, auf meiner Schrankwand waren Sticker. Ich glaube sogar in meinem Schrank drin waren Sticker. Ich habe das auch gemacht. Ja, furchtbar. Die kriegt jeder komplett, weil die Schrankwand und dieser Schrank standen, so über Eck und dazwischen in der Ecke, das war, da war quasi so eine kleine viereckige Nische noch, also weil das ja so über Eck stand da in dieser Ecke stand mein Verstärker, ich hatte in den Verstärker rein irgendwelches Zeug noch gestoppt, was ich nicht sehen wollte. 

Drum herum obendrüber und am Ende war die komplette Ecke in einer Höhe von zwei Metern vollgestopft mit Ramsch, weil die Leute haben Fotos von dem Zimmer gesehen oder ich habe den Leuten Fotos gezeigt, die so erzählt haben, die man doch gar nicht so schlimm aus. Ja, weil ich da einen Vorhang davor hatte, vor dieser Ecke. Ich habe da noch so ein Tuch dazwischengehängt, so ein Hippielappen, irgendwie dunkelblau mit so einem Batikmuster drauf, so richtig schön. Und dann hast du das irgendwann alles angefangen auszusortieren.

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Marion

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