Warum Minimalismus? 133 Gründe, um minimalistisch zu leben (von 16 Minimalismus-Blogger*innen)

Warum Minimalismus? 133 Gründe, um minimalistisch zu leben

Was ist Minimalismus? Minimalistisch leben, wie geht das? Und warum lohnt sich die Beschäftigung mit Minimalismus?

Ich habe die Antworten von 16 Minimalismus-Blogger*innen auf die Frage Warum Minimalismus? zusammengestellt.

Gabi von Achtsamer Minimalismus

Stressbelastung:
Nicht nur die Dinge sind mehr geworden, für viele auch der Stress. Irgendwann nützen die ganzen Dinge, die man sich für Geld kaufen kann, auch nichts mehr und sind maximal eine kostenintensive Ablenkung. Weniger Dinge besitzen, bedeutet, dass Zeit und Geld eingespart werden kann. Schon allein die eingesparten Neukäufe bedeuten, dass deutlich weniger Zeit in vollen Geschäfte verbracht werden muss, kein stundenlanges Recherchieren im Internet, kein Ärger über geplante Obsoleszenz. Statt dessen: Einfach die Zeit genießen, sich Ruhe gönnen und schon dadurch für Stressreduzierung gesorgt zu haben. Im Idealfall ist evtl. sogar eine geringere Arbeitszeit möglich, was ebenfalls für einen Rückgang der Stressbelastung sorgt.

Erhöhte Sensibilität:
Mein Eindruck ist, dass es eine ganze Reihe Minimalisten gibt, die einfach sehr feine und ausgeprägte Antennen haben. Es ist, als würde die Umwelt ein weniger intensiver wahrgenommen – all die Farben, Geräusche, Erlebnisse, Begegnungen. Es bedarf daher einer reizreduzierten Umgebung, um sich einfach besser erholen können.

Diese Ausschnitte stammen aus dem Artikel Minimalismus warum? Gründe, Motive und Motivationen.

Diesen und viele weitere Texte, Gedanken und Inspirationen zum einfachen Lebensstil findest du auf Achtsamer Minimalismus.

Gabi Achtsamer Minimalismus
©: Vera Dohmann

Christof von Einfach bewusst

Die Frage, was Minimalismus ist, beantwortet jeder ein wenig anders. Ich verstehe darunter, sich vom Ballast zu befreien, um sich den Dingen und Menschen widmen zu können, die einem wichtig sind. Dieser Ballast kann unterschiedliche Formen annehmen, angefangen von materiellem Überfluss über leidige Verpflichtungen und Routine bis hin zu negativen Beziehungen.

Minimalistischer leben bedeutet nicht, in eine winzige Wohnungen zu ziehen, das Auto zu verkaufen, die kriselnde Beziehung zu beenden oder den Job hinzuschmeißen. Man muss auch nicht gleich ein Wochenende lang die Abstellkammer entrümpeln. Kleine Veränderungen bringen bereits mehr Einfachheit, Klarheit und Freiheit in Dein Leben. Ich habe 25 Tipps zusammengetragen, wie Du minimalistischer leben kannst. Jeden der Vorschläge kann man in weniger als einer Stunde umsetzen.

  1. Lebe unter Deinen Verhältnissen, innerhalb Deiner Möglichkeiten und für Deine Träume.
  2. Kaufe nur Dinge, die Du brauchst. Wenn ich zum Beispiel in einem Geschäft ein schönes Hemd entdecke, stelle ich mir auf dem Weg zur Kasse die folgenden Fragen: Besitze ich noch keine schönen Hemden (doch, ich besitze zehn schöne Hemden)? Würde sich mein Leben durch den Kauf verbessern (nein)? Würden für mich Nachteile entstehen (ja, ich müsste mehr arbeiten und mein Kleiderschrank würde platzen)? Im Zweifel schiebe ich den Kauf auf. Meist habe ich das Objekt der Begierde nach Verlassen des Geschäfts wieder vergessen.
  3. Lege den Inhalt Deines Geldbeutels auf einen Tisch und halbiere ihn (den Inhalt, nicht den Geldbeutel und schon gar nicht den Tisch). Vielleicht ist das eine gute Gelegenheit, die eine oder andere Kundenkarte loszubekommen?
Christof von einfach bewusst

Diese Minimalismus-Tipps stammen aus dem Artikel 25 Tipps, wie Du minimalistischer leben kannst (innerhalb einer Stunde). Auf Einfach bewusst findest du 147 weitere Tipps – und natürlich noch viel mehr.

Jani & Freddy von Ein grünes Familienleben

Wie wir es schon in diversen anderen Beiträgen beschrieben haben, ist Minimalismus ein Lebensstil und eine innere Haltung, die sich auf das Wesentliche beschränkt. Aber was bedeutet da eigentlich das Wesentliche? Für uns ist es so: Wir wollen möglichst wenig konsumieren, uns von materiellem und negativem Ballast befreien, innere und äußere Klarheit und Struktur haben und Freiheit genießen. Wesentliches ist für uns: Familie, unsere Ehe, Freundschaften, Zeit, finanzielle Freiheit & Sicherheit, Dankbarkeit und Demut. Wir machen uns nicht abhängig vom Besitztum, sondern sind mit dem zufrieden, was wir haben. Und das was wir haben, schätzen wir wert. Unser Glück ist nicht abhängig vom Besitz und neuesten Errungenschaften, sondern kommt aus unserem Inneren.

Innerliche Veränderungen

Minimalistischer zu leben, hat uns innerlich verändert:

  • Wir konzentrieren uns mehr auf wichtige Punkte, auf das Wesentliche.
  • Wir hören mehr auf unser Innerstes, auf unseren Instinkt und auf unser Gefühl.
  • Wir sind innerlich nah bei uns selbst.
  • Wir spüren unsere Gefühle deutlicher, nehmen sie wahr und ernst.
  • Wir können besser Wichtiges von Unwichtigem trennen.
  • Wir wollen gar nicht mehr besitzen.
  • Wir müssen nicht zeigen, was wir haben.
  • Wir sind innerlich zufrieden.
  • Wir haben mehr Zeit für uns selbst, aber auch für uns als Familie.
  • Diese Zeit nutzen wir viel intensiver und sinnvoller.
  • Wir spüren eine tiefe Dankbarkeit für das, was wir haben.
  • Wir sind ziemlich kreativ geworden.
  • Wir tun Dinge, die uns gut tun.
  • Wir haben uns von Dingen und Menschen getrennt, die uns nicht gut tun.
  • Wir können besser nein sagen.
  • Wir können auch mal nichts tun.
  • Wir verzichten nicht und schränken uns auch nicht ein. Wir entscheiden nur selbst, was wir wollen und was nicht.
Ein grünes Familienleben

Dieser Text ist ein Auszug aus dem Artikel Minimalismus im Familienleben: Unsere Definition von Minimalismus. Diesen und viele weitere rund um Nachhaltigkeit und Minimalismus in der Familie findest du auf Ein grünes Familienleben.

Elisa von Elisa Stangl

Der größte Gewinn, den du durch einen minimalistischen Lebensstil erzielen kannst ist, dass du dein Glück selber schaffst!

Wir leben bekanntlich in einer Konsumgesellschaft, in der es üblich ist, sein Glück zu kaufen. Durch ein minimalistisches Leben fällt ein Großteil deines Besitzes weg. Du lernst, dass Geld nicht mehr nötig ist um glücklich zu sein. Stattdessen findest du andere Wege, die dich nachhaltig glücklich machen.

Dadurch, dass du nun weniger Geld für „unnötige“ Objekte und Gegenstände benötigst, ist es auch nicht mehr notwendig so viel zu arbeiten! Von einem 40-Stunden-Job kannst du die Arbeit vielleicht auf 30 Stunden herunterschrauben. Das gibt dir gleichzeitig viel mehr Zeit für Freizeitaktivitäten, deine Familie und Freunde.

Elisa minimalistisch leben

Von weiteren Vorteilen des Minimalismus erfährst du in Elisas Artikel 7 Vorteile des Minimalismus.

Auf ihrer Seite Elisa Stangl hilft sie dir, eine einzigartige und selbstbewusste Positionierung in der Selbstständigkeit aufzubauen.

Esther von Esther Loves Life

Es fühlt sich gut an zu spenden und zu verschenken

Ich hätte früher nie gedacht, wie erfüllend es sein kann, Dinge zu spenden und zu verschenken, die ich nicht mehr benötige. Das Strahlen und die Dankbarkeit, die ich von vielen erlebt habe, lässt sich schwer in Worte fassen. Nur weil du etwas nicht mehr benötigt, heißt es nicht, dass es niemand anderes benötigen kann. Es ist ein herzerfüllendes Gefühl, etwas Gutes zu tun und anderen zu helfen, denen es nicht so gut geht wie mir. Probier es mal aus.

Dies ist ein Auszug aus Esthers Artikel 7 Dinge, die dir niemand über Minimalismus sagt. Auf Esther Loves Life findest du wöchentliche Blogpost zu den Themen Leben, Minimalismus und Ordnung.

Esther

Nicole von Familie Ordentlich

Beim Minimalismus geht es nicht darum, alles loszuwerden und mit so gut wie nichts zu leben. Es geht auch nicht um eine magische Anzahl an Gegenständen, die man besitzt. Für eine Familie geht es vielmehr darum, herauszufinden, was wirklich wichtig ist, was notwendig ist. Warum sie Dinge besitzt, warum sie dies oder jenes tut.

​Obwohl wir noch nicht damit fertig sind, unseren Besitz zu reduzieren, spüren wir bereits die ersten positiven Auswirkungen, die ein Leben mit weniger Zeug bedeutet. Ein minimalistischer Lebensstil kann auch euch viele Vorteile bringen:

  • Mehr Platz: Ihr braucht keine größere Wohnung (um noch mehr freien Platz mit Sachen vollzustellen).
  • Mehr Geld: Ihr investiert euer Geld lieber in Reisen und schöne Erlebnisse als in Dinge.
  • Mehr Ordnung: Es gibt weniger aufzuräumen, zu putzen und zu organisieren.
  • Mehr Zeit: Weniger Arbeit mit den physischen Dingen um euch herum verändert auch den Umgang mit Zeit . Es ist schön, diese gewonnene Zeit mit den Kindern verbringen zu können.
  • Mehr Selbsterkenntnis: Brauche ich das Zeug wirklich? Werde ich dadurch wirklich glücklicher, liebenswerter, schöner? Und welche Werte gebe ich eigentlich an meine Kinder weiter?
  • Mehr Übersicht im Kleiderschrank: Wenn du nur noch die Sachen, die du wirklich magst, die dir wirklich stehen und passen im Kleiderschrank hast, bist du immer gut angezogen und musst morgens nicht lange überlegen.
  • Weniger Stress, vor allem für Mütter: Weniger Dinge im Haus zu haben bedeutet, es gibt weniger aufzuräumen, zu reparieren oder ersetzen. Die Räume wirken ruhiger und klarer und lenken das Auge weniger ab. Mütter brauchen Minimalismus mehr als alle anderen.
  • Die Erkenntnis, dass man nicht viel Geld braucht, um das Leben zu genießen: Es gibt viele Dinge, die man mit Kindern unternehmen kann, die nichts oder nicht viel kosten. Zusammen draußen spielen, drinnen Gesellschaftsspiele machen, gemeinsam kochen, usw.
Nicole Familie Ordentlich

Dies ist ein Auszug aus dem Artikel Minimalismus für Familien. Diesen und vieles mehr rund um den entspannten Familienalltag findest du auf Familie Ordentlich.

Rebecca von Frei-mutig

Minimalismus ist zunächst eine Methode, überflüssige Dinge auszusortieren. Je mehr wir uns von überflüssigem Plunder lösen, desto mehr wird Minimalismus zu einem Werkzeug, mit dem wir erkennen, was uns wichtig ist. Wir beginnen, unser Leben an dem auszurichten, was wirklich relevant ist.

Während man sich von Gegenständen und Erwartungen befreit, wächst man zu einer unabhängigeren Persönlichkeit heran. Stark genug, um das zu tun, was man von Herzen gerne tun möchte und so zu leben, wie man leben möchte.

Rebecca frei-mutig Warum Minimalismus?

Den vollständigen Beitrag Warum Du Minimalismus ausprobieren solltest (die 9 größten Vorteile) und noch viel mehr rund um Minimalismus, gute Gewohnheiten und kleine oder größere Auszeiten vom Alltag findest du auf Frei-mutig.

Jennifer und Thomas von genug.

Welche Vorteile bringt Minimalismus?

Minimalismus schafft Klarheit
Wir denken mehr über uns selbst nach und darüber was uns wirklich wichtig ist. Außerdem erkennen wir unsere Ziele und was ihnen im Weg steht. Auf dem Weg zum minimalistischen Leben lernen wir viel über uns selbst.

Warum habe ich eine riesige Bücherwand, obwohl ich die meisten Bücher nie wieder gelesen habe? Was sagt es über mich aus, wenn ich in meiner Wohnung keine extra Tasse für Besucher habe? Fühle ich mich nicht immer schuldig, wenn ich die ungenutzten Hanteln in der Ecke sehe?

Minimalismus wirkt befreiend
Es hilft, wenn wir uns von Dingen trennen, die uns immer ein schlechtes Gefühl geben. Zum Beispiel von den Hanteln, die uns immer an den eigenen Schweinehund erinnern. Oder indem wir uns von Energievampiren aus unserem Leben verabschieden. Dafür haben wir wieder mehr Zeit für die Menschen, die uns gut tun.

Minimalismus sorgt für mehr Achtsamkeit
Wir erleben mehr Freude, wenn wir die kleinen Dinge des Lebens bewusst genießen. Macht es wirklich glücklich, wenn ich am Schreibtisch ein Stück Kuchen esse, während ich eine Mail beantworte? Ich könnte doch auch eine bewusste Pause einlegen und danach mit neuer Energie zurück an die Arbeit gehen.

Minimalismus schafft Zeit
Materieller Besitz kostet Zeit. Es fängt bei der Auswahl an und hört mit der Entsorgung auf. Dazwischen fällt noch Zeit für die Nutzung, Pflege und Wartung an. Dabei beschweren wir uns doch alle häufig über zu wenig Zeit. Wer weniger Dinge besitzt, hat mehr Zeit für Erlebnisse mit Familie und Freunden. Oder auch mehr Zeit für sich selbst und persönliche Weiterentwicklung.

Minimalismus nimmt Angst
Minimalisten brauchen oft weniger Platz und ziehen daher in eine kleinere Wohnung. Viele entscheiden sich auch dafür ihr Auto abzuschaffen. Durch bewussten Konsum können wir mit Minimalismus Geld sparen. Dadurch müssen wir uns weniger um hohe Rechnungen sorgen. Das heißt natürlich nicht, dass Minimalisten kein Haus oder Auto besitzen dürfen.

Minimalismus unterstützt Nachhaltigkeit
Wer weniger besitzt, legt oft Wert auf langlebige Produkte von hoher Qualität. Wenn wir seltener neue Dinge kaufen, können wir auch mehr auf eine faire Herstellung achten. Viele setzen auf Produkte ohne Plastik, sodass bei der Entsorgung weniger Müll anfällt. Wir können Müll auch vermeiden, indem wir Gegenstände verschenken, spenden oder tauschen.

Genug Warum Minimalismus?

Den kompletten Text findest du hier: WAS IST MINIMALISMUS?
Auf dem genug-Blog findest du Tipps und Inspirationen, wie du dein Leben vereinfachen kannst.

Lisa von ich lebe grün!

Du bist, was du siehst

Kleider machen Leute. Du bist, was du isst. Und so weiter… Und ich denke auch, dass wir das sind, was wir sehen bzw. was uns umgibt. Wenn wir uns in unseren vier Wänden nicht so richtig wohl fühlen, können wir auch nicht richtig mit uns zufrieden sein. Wir können nicht ausruhen, entspannt genießen oder uns auf bestimmte Dinge konzentrieren. Entweder wird der Zustand unserer Umgebung sich ständig in unseren Seelenfrieden einklinken und für Unruhe Sorgen oder wir fühlen uns einfach belastet, wissen aber nicht warum. Deshalb muss man auf jeden Fall seine Umgebung mal richtig durchchecken und schauen, was einen extrem stört. Natürlich muss auch eine Lösung ausgearbeitet werden! Lass dich auf die Veränderung deiner Umgebung ein.

Lisa Warum Minimalismus

Dies ist ein Auszug aus dem Artikel Einfache Tipps für noch mehr Ordnung und Minimalismus zu Hause.

Diesen und vieles mehr zu den Themen Nachhaltigkeit und Gesundheit findest du auf ich lebe grün!

M21 und Herr M21er von Minimalismus21

Ich habe gelernt, dass man im Leben nichts – oder nur sehr wenig – auf Dauer festhalten kann. Und muss. Das gilt für Besitztümer ebenso wie für zwischenmenschliche Beziehungen. Ich habe dabei verinnerlicht und am eigenen Leibe erfahren, wie schmerzhaft Loslassen dennoch immer wieder sein kann und wie befreiend es zugleich ist, wenn man den neugewonnenen Raum im Anschluss mit offenen Armen empfängt. Mein persönliches Glück und meine Zufriedenheit haben ihre Ankerplätze auf dem weiten Meer der Möglichkeiten gefunden. Jeden inneren und äußeren Ballast, den ich über Bord geworfen habe, hat mich in diesem Jahr ein bisschen leichter und unabhängiger gemacht: Ich spüre endlich Rückenwind. Er treibt mich an und vermittelt mir das sichere Gefühl: Du bist auf dem richtigen Kurs!

Minimalismus21 Warum Minimalismus

Den kompletten Artikel 2015: Ich lass‘ dann mal los und viele Tipps und Erfahrungswerte rund ums Ausmisten, Entrümpeln und Reduzieren findest du auf Minimalismus21.

Su vom Minimalismus Blog

Sofort minimalistisch wohnen – 8 Tipps für Anfänger

Wenn du minimalistisch leben willst, kannst du nicht einfach all seine Sachen im Keller verstauen und so tun, als würdest du wenig besitzen – nur weil deine Sachen nicht im Blickfeld sind. Du musst anfangen, dich zu fragen, was du wirklich in deinem Leben haben willst und was nicht.

WAS IST MINIMALISMUS?

Minimalismus bedeutet Freiheit. Frei darüber entscheiden zu können, wie man sein Leben gestalten möchte.

Das hört sich im ersten Moment vielleicht etwas unspektakulär an, denn uns schreibt hierzulande ja niemand vor, wie wir leben sollen. Ja, aber genau hier versteckt sich die erste große Herausforderung: Zu erkennen, dass wir insgeheim doch geleitet werden vom kapitalistischen System, besser bekannt als die „Wegwerfgesellschaft“.

Minimalismus und Wirtschaft
Fakt ist: Es fließt viel Geld in die Vermarktung von Produkten. Klamotten werden immer günstiger; Blusen sind schon ab 3 Euro in der Stadt erhältlich. Das ganze Jahr über gibt’s exotische Früchte zu Niedrigpreisen im Supermarkt. Wie kommt das alles? Und vor allem: Warum das alles?

Die vollständigen Beiträge und alles über Einfachheit, Sparsamkeit, Wertschätzung und Dankbarkeit findest du auf dem Minimalismus Blog.

Verena von Minimalistic

Jedes Teil, das uns verließ, befreite nicht nur unsere vier Wände, sondern auch unsere Köpfe. Weniger materieller Besitz macht die Räume luftig, das Putzen zügig und den Geist klarer.

Verena Warum Minimalismus

Diesen Text und vieles mehr findest du auf Verenas Webseite und auf ihrem Instagram-Kanal.

Sarah von MinimalWaste

Minimalismus bringt viele Vorteile mit sich. (…) (D)ie größte und für mich bisher einschneidendste Veränderung ist mein gewachsenes Selbstbewusstsein – und ich meine damit wirklich Bewusstsein. Ich würde nicht sagen, dass ich vorher schüchtern war. Dennoch spüre ich, dass ich – und ja das klingt etwas esoterisch – zu mir selbst gefunden habe.

Ich habe mich vorher nicht unbedingt über die Dinge definiert, die ich besessen habe, aber sie haben einen sehr großen Teil meines Lebens eingenommen: meine kleine 1-Zimmer-Wohnung und auch meine Freizeit, in der ich ständig beschäftigt war, neue Besitztümer anzuschaffen. Durch das loslassen von den vielen Dingen um mich herum (und das fängt sogar schon mit der Entscheidung an, dass man das alles gar nicht braucht) habe ich angefangen auf mich selbst zu achten.

Was macht mich eigentlich aus (ohne die Definition über Kleidung, Frisur oder sonstige Äußerlichkeiten wie bspw. Besitztümer)? Was sind meine Fähigkeiten? Was meine Wünsche und Träume? Was erwarte ich vom Leben, von den Menschen um mich herum, von meinem Beruf? Diese ganzen Fragen traten zum ersten Mal wirklich konkret in den Vordergrund, als ich anfing mich mit Minimalismus zu beschäftigen.

Sarah Warum Minimalismus

Sarah Artikel Der Lebensstil Minimalismus und viele weitere über Zero Waste, Minimalismus, Fair Fashion und Nachhaltigkeit findest du auf MinimalWaste.

Dina von richKind

Eigentlich müssten wir mehr Zeit haben. Wir schicken Mails, statt Briefe zur Post zu bringen. Ein ICE bringt uns mit 300 km/h von A nach B. Wir shoppen im Internet statt in ein Einkaufszentrum zu fahren.

Gleichzeitig müssen wir aber immer mehr schaffen. Zeitwohlstand tritt also nicht ein. Normal ist, wer bereits im Zug auf dem Weg zur Arbeit Mails an Vorgesetzte schickt. Stundenlanges Pendeln zur Arbeit ist zumutbar. Permanente Erreichbarkeit selbstverständlich.

Minimalisten hinterfragen diese Anforderungen, die an sie gestellt werden.

Minimalismus schafft Freiräume.

Jeder Gegenstand braucht deine Aufmerksamkeit. Du musst arbeiten gehen um ihn bezahlen zu können. Du musst ihn kaufen und pflegen. Benötigst du ihn nicht mehr, musst du ihn entsorgen, für einen geringeren Preis verkaufen oder ihn verschenken. Im Minimalismus erlebst du deine Gegenstände intensiver. Du schätzt die wenigen Dinge, die du hast.

Dina Warum Minimalismus

Den Artikel Minimalismus: ultimativer Guide zum einfachen Leben (mit mehr Zeit, Geld und Fokus) und alles rund um ein minimalistisches, veganes und freies Leben findest du auf richKind.

Maria von widerstandistzweckmaessig

Minimalistisch leben bedeutet für mich daher auch, mich zu fragen, was soll in meiner Freizeit Platz haben. Wie möchte ich meine Zeit verbringen, was ist mir wirklich wichtig im Leben.

Muss ich überall dabei sein? Darf ich auch einmal etwas verpassen? Verpasse ich dann wirklich etwas? Ist es nicht vielmehr so, dass genau das, was ich mache, das ist, was in dem Moment gerade passt? Oder sollte es nicht zumindest in Wahrheit genau so sein?

Wenn ich achtsam durchs Leben gehe, in mich hineinfühle und in meiner Mitte bin, dann gibt es keine Verschwendung von Zeit, dann gibt es kein Verpassen, kein Versäumen, denn dann ist der Moment, in dem ich vor den Gänseblümchen zwischen den Steinen stehe, sie betrachte und mich an ihrem Anblick erfreue, genau das, was im Moment zählt. Und ich verpasse nicht die Palmen im Palmenhaus und nicht die Orchideen der Orchideensammlung.

Und wenn ich einen Spaziergang in der Natur mache, dann verpasse ich auch nicht das tolle Event, mit den kreativen Künstlern, die so anregend sind, sondern ich mache genau das, wo ich mich hingezogen fühle.

Im Moment zu leben und das zu tun, was mir in dem Moment wichtig ist, das ist das wahre Leben.

Maria widerstandistzweckmaessig

Den vollständigen Beitrag findest du hier: Minimalismus ist mehr als Konsumverzicht.

Viele weitere Inspirationen für ein nachhaltiges und minimalistisches Leben gibt es auf widerstandistzweckmaessig.

Diana von zweitöchter

Was ist Minimalismus?

Unter Minimalismus verstehe ich die gelebte Einfachheit, die Kunst mit dem Minimalen auszukommen. Minimalistisch leben bedeutet, den Bann zu durchbrechen, immer nach dem nächsten Upgrade zu streben. Freiwillig downgraden und sich im Konsum zu begrenzen, ist die Devise.

Es geht nicht darum, ob oder welchen Stuhl Du kaufst oder wie viele Möbelstücke Du besitzt. Es geht darum, was es mit Dir macht. Es geht darum, warum Du eigentlich kaufst! Manche kaufen sich Zufriedenheit, manche Anerkennung.

Für mich ist die minimalistische Lebensweise die Antwort auf die permanente Reizüberflutung durch Werbung. Ich möchte den Teufeskreis aus durch Medien hervorgerufene Bedürfnisse, die ich zuvor niemals hatte, durchbrechen. Auch unsere Kinder lehren uns eine minimalistische Lebensweise.

Für mich verursachen Dinge, die rumstehen, Arbeit und vergeuden damit meine Zeit. Diese Gegenstände müssen schließlich regelmäßig sauber gemacht werden. Sie gehen kaputt und müssen repariert werden. Ich muss überhaupt daran denken, dass ich sie habe. Oder wieviel Prozent der Kleidung in Deinem Kleiderschrank ziehst Du tatsächlich auch an?

zweitöchter minimalistisch leben

Den Artikel Minimalistisch leben als Familie und praktische Tipps rund um das Leben mit großen und kleinen Kindern gibt es auf zweitöchter.

Beitragsbild: © Unsplash: Kate Macate

Was bedeutet für dich Minimalismus? Warum möchtest du minimalistisch leben? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

9 Kommentare

  1. Christof says:

    Liebe Marion,

    schöne Artikel-Idee!

    Da sollte wirklich für jeden etwas dabei sein – selbst für die, die sich schon länger mit dem Thema Minimalismus auseinandersetzen.

    Freue mich natürlich, dass ich auch paar Tipps beisteuern durfte.

    Alles Gute für Dich und Deine Leser*Innen!

    Einfach bewusste Grüße

    Christof

    Antworten
    1. Marion says:

      Lieber Christof,

      vielen Dank für deinen Beitrag, deine Tipps sind immer sehr willkommen!

      Herzliche Grüße
      Marion

      Antworten
  2. Minimalismus21 says:

    Liebe Marion,

    vielen Dank für Dein Interesse und die tolle Zusammenstellung – es ist immer wieder spannend zu sehen beziehungsweise zu lesen, wie viele verschiedene Gesichter Minimalismus im wörtlichen und im übertragenen Sinne hat.

    Herzliche Grüße aus München Petra und Michael alias
    M21 und der Herr M21er

    Antworten
    1. Marion says:

      Liebe Petra, lieber Michael,

      toll, dass ihr mitgemacht habt!
      Das finde ich auch, Minimalismus ist so viel mehr als Ausmisten und weiße Wohnungen ohne Inhalt. 🙂

      Herzliche Grüße aus Antwerpen
      Marion

      Antworten
  3. Lisa says:

    Liebe Marion,

    eine tolle Inspiration – vielen Dank für diesen Beitrag! Ich bin heute auch wieder dabei, etwas mehr Ordnung und Leichtigkeit ins Haus zu holen. Man kann den April (mit seinem wechselhaften Wetter) wunderbar dafür nutzen, um einfach anzufangen.

    Viele liebe Grüße,
    Lisa von ich lebe grün!

    Antworten
    1. Marion says:

      Liebe Lisa,

      vielen Dank für deinen Beitrag!
      Ich finde dieses Wetter auch ganz wunderbar zum Ausmisten und Ordnung Schaffen.

      Alles Liebe und herzliche Grüße
      Marion

      Antworten
  4. Maria Widerstand says:

    Hallo Marion!

    Du hast hier gemeinsam mit den vielen inspirierenden Bloggern wirklich eine schöne Bandbreite von verschiedenen Ideen, minimalistisch zu leben, zusammen gestellt!

    Danke für die Einladung und alles Gute!

    lg, Maria

    Antworten
    1. Marion says:

      Hallo Maria,

      vielen Dank, dass du mitgemacht hast!
      Es freut mich sehr, dass dir die Zusammenstellung gefällt.

      Herzliche Grüße und alles Gute
      Marion

      Antworten
  5. Rebecca says:

    Liebe Marion,

    eine schöne Zusammenstellung und für mich auch viele neue Blogger-Gesichter.

    Waren das jetzt tatsächlich 133 Gründe für Minimalismus? Kam mir vor wie 134 😉

    Nochmals vielen lieben Dank dafür, dass ich Teil des Beitrags sein durfte!

    Herzliche Grüße und bis bald
    Rebecca

    Antworten

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