Warum Zero Waste deine Lebensqualität verbessert (auch mit Kindern und wenig Zeit)

Es gibt viele Gründe, warum Zero Waste deine Lebensqualität verbessert.

Zero Waste ist teuer, zeitaufwendig und nur etwas für Menschen ohne Kinder? Ganz im Gegenteil!
Warum Zero Waste deine Lebensqualität verbessert und dein Leben einfacher macht, erfährst du in diesem Artikel.

Indem du Plastikmüll und Verpackungen reduzierst, kaufst du bewusster, entspannter und besser ein. Anstatt an der Supermarktkasse Schlange zu stehen, sparst du durch gezieltes Einkaufen Zeit, Geld und Energie.

Arbeit, Kind, Beziehung, Haushalt – wo bleibt da noch Zeit für Hobbys? Ganz zu schweigen von Plastiksparen, unverpackt Einkaufen, Second Hand-Shoppen und Selbermachen von Putzmitteln!

Wenn es darum geht, Müll und Konsum zu reduzieren, gibt es zwei Gruppen von Menschen: Die einen produzieren ein Schraubglas Müll in einem Jahr und zerbrechen sich den Kopf über Zahnseide. Die anderen machen weiter wie bisher und verschieben die Veränderung ihres Lebensstils auf später.

Und verpassen dabei das Beste!
Die Beschränkung auf das Notwendige und die Einschränkung des Konsums nützen nicht nur dem Klima und kommenden Generationen, sie nützen in erster Linie dir selbst.

Hier sind die Gründe, warum Zero Waste mehr Freude und Energie in dein Leben bringt.

1. Schöner einkaufen

Nach der Arbeit nur noch mal schnell zum Discounter?

Aus den paar Teilen, die du kaufen wolltest, werden zwei schwere Tüten. Aus den wenigen Minuten eine Dreiviertelstunde.
Du kommst nach Hause und bist gestresst, die Einkäufe wollen eingeräumt, das Abendessen gekocht, das Kind oder der Partner bespaßt werden.

Deswegen: Lass den Discounter sein und kaufe nur einmal pro Woche ein.
Versuche, so gut es geht, auf Verpackungen zu verzichten.

Wenn du keinen Unverpacktladen in deiner Stadt hast, suche arabische, türkische oder asiatische Lebensmittelgeschäfte in deiner Nähe. Dort kannst du Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte, Nüsse sowie Obst und Gemüse entweder lose oder in Großpackungen kaufen.

Gibt es in deinem Ort nur einen Supermarkt und einen Discounter, erledige deine Wocheneinkäufe im Supermarkt.
Hier gibt es loses Obst und Gemüse sowie ein großes Angebot an Bioprodukten in Papptüten und -schachteln.
Bitte an der Bäcker-, Fleisch- und Käsetheke darum, die Lebensmittel in deine eigenen Behälter zu bekommen.

2. Warum Zero Waste Einkaufen besser ist

  • Du nimmst weniger Verpackungen mit nach Hause.
  • Du musst dich nur einmal in der Woche mit dem Thema Einkaufen beschäftigen. An den anderen Tagen hast du Zeit und Energie für andere Dinge.
  • Du brauchst keinen Wochenkochplan. Kaufe genügend Obst und Gemüse ein und sorge dafür, dass du immer einen Vorrat an Getreideprodukten und Hülsenfrüchten zuhause hast.
  • Du gehst nicht hungrig einkaufen und tätigst keine Impulskäufe.
    Das gilt besonders für den Unverpacktladen, denn hier kannst du nur die Dinge kaufen, für die du dir einen Behälter mitgebracht hast.
  • Du kaufst weniger (oder keine) verarbeiteten Lebensmittel. Das ist nicht nur gut fürs Portemonnaie, sondern auch für deine Gesundheit.
  • Du kaufst nur, was du wirklich brauchst. Sonderangebote und Aktionen lassen dich kalt. Du sparst Geld und Zeit, weil du nicht nach Angeboten suchst.
  • Nicht zu vergessen: Es ist einfach schöner, in einem kleinen, inhabergeführten Laden einzukaufen als in einem Discounter mit Neonbeleuchtung und unterbezahlten Kassierern. Die persönliche Atmosphäre und der direkte Kontakt zu den Mitarbeitern macht den Einkauf zu etwas Angenehmem, mit dem du dir etwas Gutes tust.

3. Weniger Abfall, mehr Zeit

Verpackungsreduziert einkaufen bedeutet weniger Stress und mehr Zeit, die du für dich hast.

Ich bin früher regelmäßig nach der Arbeit einkaufen gegangen und vertrödelte so Stunden über Stunden. Außerdem kaufte ich zu viel Zeug.

Heute kombiniere ich meinen Wocheneinkauf im Unverpacktladen mit einem entspannten Samstagsspaziergang.
Obst und Gemüse kaufe ich im Bioladen oder beim Türken um die Ecke.

Monatlich gebe ich durchschnittlich 200 € für Lebensmittel aus und verbringe vier bis sechs Stunden mit Einkaufen, inklusive An- und Abfahrt mit dem Fahrrad oder zu Fuß.
Ich bin entspannter und genieße die Zeit nach der Arbeit zuhause mit meinem Baby und nicht in der Schlange an der Supermarktkasse.

Bildquellen: © Unsplash.com: Àlex Rodriguez

Wie sind deine Erfahrungen mit plastikreduziertem Einkaufen? Was hat sich in deinem Leben dadurch geändert? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

5 Kommentare

  1. Yvonne Marks says:

    Wegen der Coronakrise werden derzeit bei uns an der Frischetheke keine mitgebrachten Behälter mehr angenommen. Ich verstehe das, weil das Virus auf Plastik und Edelstahl bis zu 72 Stunden überlebt. Das ist zwar schade, aber wir kaufen weiter so ein, weil so zumindest deutlich weniger Plastikmüll anfällt. Auch der Notfallvorrat für zwei Wochen eventuelle Quarantäne geht nicht ganz ohne Müll. Mal eben noch schnell Sachen einkochen kann ich nicht, weil ich nicht weiß, wie das geht. Sollte ich vielleicht mal für die Zukunft lernen … .
    Alles, was hier steht, stimmt. Ein bewusster und nachhaltigeres Konsum ist eindeutig besser. Man entschleunigt sich und ist auch nicht mehr so anfällig für Spontankäufe. Putzmittel selbst machen und auszuprobieren macht echt Spaß. Und weniger Fertigprodukte kaufen und wieder mehr Lebensmittel selbst kochen oder backen ist auch sehr bereichernd.
    Ich bin zwar noch lange nicht am Ziel, aber auf einem guten Weg dorthin. Und ich mache weiter. Für mich, meine Familie, die Umwelt und unsere Zukunft.
    Ganz liebe Grüße,
    Yvonne Marks

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    1. Marion says:

      Liebe Yvonne,
      vielen Dank für deinen Kommentar!
      In Zeiten von Corona müssen wir wohl alle Abstriche in Sachen plastikreduziert Einkaufen machen. Hygiene und Gesundheit gehen vor.
      Aber du hast Recht, wenn man ein wenig darauf achtet, kann man auch jetzt noch viel Verpackungsmüll sparen.
      Richtig Einkochen kann ich auch nicht. 🙂 Aber wenn ich zu viel Gemüse zuhause habe, blanchiere ich es kurz in Salzwasser und friere es dann ein. Klappt super mit Kohl, Lauch, Paprika, Kürbis und Möhren.
      Ich wünsche Dir alles Gute!
      Herzliche Grüße
      Marion

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  2. Stephanie says:

    Im Moment geh ich auch nur einmal in der Woche zum Einkauf…aber auf Dauer ist das , glaub ich,schwierig.
    Warum nur?????

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    1. Marion says:

      Hallo Stephanie,
      ja, das ist die Frage…
      Bei mir war es so, dass ich zum Zeitvertreib einkaufen gegangen bin.
      Vielleicht hilft es, eine andere Tätigkeit an die Stelle zu setzen.
      Herzliche Grüße!

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  3. Stephanie says:

    Lauch, Paprika und Möhren kann man prima ohne balancieren einfrieren.Einfach klein schneiden ,in Dosen füllen und ab in den Eisschrank. ..So spart man sich noch Arbeit und hat geschnippeltes Gemüse gleich fertig zum Kochen.
    Liebe Grüße

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