Minimalismus ist riskant

Minimalismus ist riskant

Wer minimalistisch(er) lebt oder zu leben beginnt, geht Risiken ein. Risiken, die über das Vermissen des alten rosa Schlafshirts hinausgehen. Welche das sind, erfährst du in diesem Artikel.

1. Das Risiko, etwas zu vermissen

Beim enthusiastischen Ausmisten kann es schon einmal vorkommen, dass man über das Ziel hinausschießt und einzelne Dinge anschließend vermisst.

Das meiste vergisst man schnell – aber einiges bleibt. Mir tut es zum Beispiel nach sieben Jahren immer noch leid, dass ich meine Kindheits-Spieluhr weggegeben habe.

Minimalismus ist riskant - schade, Fischi

2. Das Risiko, etwas nicht dabei zu haben

Den zweiten Geburtstag meiner Tochter feierten wir mit Verwandten in einem Haus in Ostbelgien. Vor der Abfahrt war das Auto meiner Schwiegermutter so beladen, dass ich nicht mehr auf die Rückbank neben den Kindersitz passte.

Es begann eine halbstündige Um- und Wegräum-Aktion, die dafür sorgte, dass ich – etwas zusammengequetscht – doch noch mitfahren konnte.

Was wäre uns ohne den Liter Olivenöl, die warmen Decken und die drei Laptops passiert? In diesem Fall: nichts.

Wer mit leichtem Gepäck reist oder nicht immer seinen halben Hausstand mit sich herumschleppt, geht das Risiko ein, etwas zu entbehren. Ja, ein Taschenmesser ist praktisch. Aber notfalls drücken wir den Korken in die Weinflasche oder kaufen eine Flasche mit Drehverschluss.

3. Das Risiko, ohne etwas auszukommen

Bevor ich meine erste Stelle als Dozentin für Deutsch als Fremdsprache antrat, kaufte ich mir schwarze Pumps mit Absatz. Meine Kolleginnen auf dem Vorbereitungstreffen waren sich einig: Jede Frau braucht schwarze Pumps.

So kam es, dass mich die schwarzen Pumps nicht nur nach Kasachstan begleiteten, sondern auch in die Ukraine, nach Sibirien, Südrussland und schließlich nach Antwerpen, wo sich unsere Wege auf dem Tisch einer Kleidertauschparty trennten.

Getragen habe ich sie ein einziges Mal: auf dem Empfang der deutschen Botschaft in Almaty, wo niemand auf meine Schuhe achtete und die Hälfte der Frauen nach zwei Stunden barfuß herumlief.

Wenn du nicht alles hast, kann es sein, dass du improvisieren musst.

Dass du etwas verpasst.

Und es kann passieren, dass du dein Herz an etwas anderes als an Dinge hängst.

Dass sich dein Leben ändert.

Hast du Lust darauf? Buche ein Beratungsgespräch mit mir.

Marion

Marion

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