Warum vegan? Meine 3 Gründe für die vegane Ernährung

Warum vegan? Meine drei Gründe für die vegane Ernährung

Warum ernähre ich mich vegan? Ich habe meine drei Gründe für die vegane Ernährung zusammengestellt.

1. Ich lebe in Übereinstimmung mit meinen Werten.

Wenn mich jemand fragt, warum ich mich vegan ernähre (was kaum jemand tut), antworte ich: „Weil ich nicht möchte, dass Lebewesen für mein Essen leiden.“

Schweine, Kühe und Hühner gehören uns nicht, sie sind keine Dinge. Lassen wir sie also endlich in Ruhe.

Der Konsum tierischer Lebensmittel trägt maßgeblich zum Klimawandel bei.
Es macht keinen Sinn, weiter zu konsumieren, als ob es kein Morgen gäbe – und unseren Kindern eine verwüstete Erde zu hinterlassen.

Es war nie einfacher als heute, sich rein pflanzlich zu ernähren.
Wir schulden es den nachfolgenden Generationen.

2. Vegane Ernährung ist einfach, praktisch und minimalistisch.

Vegane Ernährung setzt sich für mich aus fünf Bestandteilen zusammen:

  1. Hülsenfrüchte
  2. Vollkorngetreide
  3. Gemüse
  4. Öle, Fette, Nüsse und Samen
  5. Obst

Aus diesen Bausteinen lassen sich unendlich viele köstliche, nährstoffreiche und abwechslungsreiche Gerichte zubereiten.

Alles, was ich dafür brauche, kaufe ich im Unverpacktladen und auf dem Markt ein.

Meine Ernährung ist automatisch abwechslungsreich und enthält ein Maximum an Nährstoffen, weil ich regionales und saisonales Obst und Gemüse kaufe.

Mit einer vollwertigen pflanzlichen Ernährung kann man sogar auf einen Kühlschrank verzichten – ich nutzte ihn nur für Pflanzenmilch, -joghurt und Tofu sowie für vorgekochtes Essen.

Gerichte aus rein pflanzlichen Zutaten sind länger haltbar als mit Fleisch, Milch und Eiern Zubereitetes.

Ich verbringe weniger Zeit mit Einkaufen und Kochen und gebe nur etwa hundert Euro im Monat für Essen aus.

3. Ich ernähre mich ausgewogen und gesund.

Viele für die Gesundheit zweifelhaften Lebensmittel sind tierischen Ursprungs:

Der Verzehr von verarbeiteten Fleischprodukten wird mit Darmkrebs und anderen Krebsarten in Verbindung gebracht.

Gesättigte Fettsäuren sind vor allem in Käse und fetthaltigen Milchprodukten (Joghurt, Schmand, Sahne) enthalten. Ein übermäßiger Konsum dieser Fettsäuren erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ganz zu schweigen von den vielen Skandalen: Gammelfleisch, Analogkäse und Antibiotika. Bei Eiern ist sich die Forschung uneins – mal sind sie besonders gesund, mal besonders schädlich.

Mit rein pflanzlichen Lebensmitteln bin ich auf der gesunden Seite – oder hast du schon einmal von einem Skandal bei der Hirse-Produktion gehört?

Vegan und gesund geht ganz einfach – mit diesen fünf Strategien:

  1. Vollkorn statt Brot, Reis und Nudeln aus hellem Auszugsmehl.
  2. Täglich grünes Gemüse und Hülsenfrüchte essen.
  3. Zwischen dem Konsum von Kaffee, Schwarz- und Grüntee und den Mahlzeiten mindestens eine Stunden Pause lassen.
  4. Vitamin B12 supplementieren.
  5. Genügend Nahrung zu sich nehmen.

Bildquellen: © Unsplash: Marija Zaric

Warum ernährst du dich vegan? Und wenn du es (noch) nicht tust: Was hält dich davon ab? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar!

6 Kommentare

  1. Ulrike Hecker says:

    Der Mensch und sein Körper sind darauf ausgerichtet, hin und wieder Fleisch zu essen. Bei Sätzen wie „Vitamin B12 supplementieren“ bin ich raus. Getreide und Gemüse werden reichlich mit Pestiziden und Dünger verseucht. Bei Anbau und Ernte sterben Tiere. Vegane Ernährung schadet auch den Tieren und dem Körper. Ich fokussiere auf eine ausgewogene Ernährung, möglichst mit Bio-Produkten.

    Antworten
    1. Marion says:

      Hallo Ulrike,

      was spricht denn gegen die Supplementierung von Vitamin B12? Omnivoren nehmen nur ausreichend Vitamin B12 zu sich, weil Tierfutter damit angereichert wird. Da finde ich es sinnvoller und praktischer, den direkten Weg zu gehen und selber zu supplementieren.

      Der Mensch „an sich“ ist auf keine spezifische Ernährungsform ausgerichtet, er ist ein Allesfresser. Er ist nicht darauf angewiesen, tierische Lebensmittel zu verzehren, um gesund zu sein.

      Nicht verstanden habe ich, inwiefern eine pflanzliche Ernährung Tieren schadet.

      Herzliche Grüße
      Marion

      Antworten
  2. Stephanie says:

    Hallo Marion,ich ernähre mich erst seit kurzer Zeit ( zwei Jahre) vegan.Dieses Tierleid ,welches immer wieder durch die Medien aufgedeckt wird( zum Glück!) war der Auslöser.
    Auf meinem Weg zur Arbeit kommen mir Tiertransporte entgegen ,wo die Schweinenasen durchs Gitter steckten um verzweifelt einen Wassertropfen mit den Zungen zu finden….
    Da vergeht mir mein Appetit aufs Schnitzel.
    Nie wieder! Es gibt tolle Alternativen , veganes Hackfleisch aus Soja und Kichererbsen,da schmeckt man fast keinen Unterschied zur Fleischfrikadelle.
    Meine Eier kaufe ich im Hofladen.Da laufen die Hühner auf einer riesigen Wiese und dürfen im Sand scharren .
    Wenn jeder nur zweimal in der Woche auf Fleisch verzichten würde,ginge es den Tieren und unserer Umwelt bestimmt schon um einiges besser.
    Man kann mit kleinen Schritten anfangen,dann fällt es auch nicht schwer.
    Liebe Grüße Stephanie

    Antworten
    1. Marion says:

      Hallo Stephanie,

      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Ich nehme an, dass du dich vegetarisch ernährst, nicht vegan (die Eier aus dem Hofladen).
      Du hast Recht, wenn man das Leid der Tiere vor sich sieht, fällt es schwer, wegzuschauen.
      Viele ziehen einfach nicht die Verbindung zwischen dem Fleisch auf ihrem Teller und dem echten, lebendigen Tier, das dafür sterben musste.
      Und es könnte schon viel erreicht werden, wenn jeder seinen Fleischkonsum reduzieren würde, da stimme ich dir zu.
      Toll, dass du schon seit zwei Jahren kein Fleisch mehr isst!

      Herzliche Grüße
      Marion

      Antworten
  3. Betti says:

    Liebe Marion,
    ich ernähre mich nur tageweise vegan, weil ich öfter gelesen hab, dass man einige Nahrungsmittel nicht bzw. gerade kombinieren sollte, um nicht die Aufnahme von einigen Stoffen zu hemmen oder erst zu ermöglichen. Das schien mir zu kompliziert.

    Antworten
    1. Marion says:

      Liebe Betti,

      vielen Dank für deine Frage.

      Beim Thema der „richtigen“ Kombination von Lebensmitteln geht es um pflanzliche Eiweißquellen, die aus Aminosäuren aufgebaut sind, die eine geringere biologische Wertigkeit haben als eiweißreiche tierische Lebensmittel.
      Diese geringere biologische Wertigkeit wird jedoch sozusagen relativiert, indem man verschiedene Lebensmittel miteinander kombiniert, zum Beispiel Linsen mit Reis, Kichererbsen mit Vollkornnudeln, Tofu mit Brot und so weiter.

      Was es nun wirklich einfach macht, ist die Tatsache, dass diese Lebensmittel nicht unbedingt zusammen gegessen werden müssen. Es reicht, wenn man im Laufe des Tages verschiedene pflanzliche Proteinquellen zu sich nimmt.

      In einem Satz zusammengefasst:
      Wer sich abwechslungsreich ernährt, nimmt über die vegane Ernährung genügend hochwertiges Eiweiß auf, das der Körper gut verwerten kann.

      Wenn du das Ganze noch einmal ausführlich nachlesen möchtest, empfehle ich dir diesen und diesen Artikel.

      Herzliche Grüße
      Marion

      Antworten

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